Nickelback - Silver Side Up - Cover
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Nickelback Silver Side Up


  • Label: Roadrunner/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer braucht eigentlich die Musik der vier Kanadier, bei all den Bushs, Creeds und Stainds?

Nickelback machen etwas, was etliche Bands in Amerika auch machen: Sie zelebrieren den Post-Grunge. Und versehen ihn mit soviel Schmackes, dass ein Kurt Cobain versucht wäre, sich zu übergeben, wenn nicht gar umzubringen. Aber das ist ein anderes Thema.

Nickelbacks Drittwerk macht jedenfalls ordentlich Druck, liefert eingängige Hooks in Serie und 10 Songs, die schnell zur Sache kommen und sich nicht mit Solos und derartigem Schmuck abgeben. War ihr Erstling "The State" noch etwas arg, naja sagen wir, emotional, so bringt "Silver Side up" seine Songs auf den Punkt, rockig, einigermaßen Pathos-frei, aber mit viel Schmackes. Klasse Songs sind das geworden, so zum Beispiel die astreine Rocknummer "How You Remind Me" oder das rasende "Just For". Insgesamt keine Experimente, eine gute Stimme und schneidige Gitarren. Keine Totalausfälle, von vorne bis hinten grundsolide Rockmucke.

Dabei muss allerdings eine Frage gestellt werden: Wer braucht eigentlich die Musik der vier Kanadier, bei all den Bushs, Creeds und Stainds? Und so große Songs sind das ja nun auch wieder nicht, dass man sie nicht auch mal entbehren könnte. Klar, Nickelback braucht sich nichts vorwerfen zu lassen, ihre Songs sind bis auf das katastrophale "Hollywood" sauberes Rockhandwerk, was aber fehlt, sind die ganz großen Nummern. Staind hat "It's Been Awhile". Creed "Higher". Nickelback hat nichts dergleichen. Trotzdem: Eine durchaus empfehlenswerte CD.

Anspieltipps:

  • Hangnail
  • Good times gone
  • How you remind me
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