Dover - I Was Dead For Seven Weeks In The City Of Angels - Cover
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Dover I Was Dead For Seven Weeks In The City Of Angels


  • Label: Chrysalis/EMI
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie nennt sich das, was Dover machen? Ist es Pop? Dafür sind die Gitarren aber deutlich zu laut. Ist es Punk? Hhm, dafür sind die Texte sicher zu seicht. Ein Break jagt das nächste, dicke Gitarren zerschmettern zuckersüße Gesangsmelodien, das zeichnet Dover aus Spanien aus. 15 Songs, mal mehr ("Lady Barbuda"), mal weniger ("Big Mistake") schnell zur Sache kommend. Rock'n Roll made in Spain, nennt es der Findige und liegt damit nicht unbedingt falsch.

Neues bietet "Dover" sicherlich nicht, aber man will es diesem Vierer von der iberischen Halbinsel gar nicht übel nehmen. Wer derart unbekümmert drauflosrockt und mit einer derartig talentierten Sängerin ausgestattet ist, dem kann man auf Dauer nicht böse sein. Die Songs bieten immer mindestens eine musikalische Pointe, die die Lieder stets hörenswert und unterhaltsam machen. Umso schöner, das bei allem Gute-Laune-Rock auch eine Prise Melancholie nicht fehlt und die ist zu finden - wie sich das gehört - am Ende mit dem wunderschönen "Cold".

Ein ungetrübtes Hörvergnügen ist auch "I Was Dead For 7 Weeks In The City Of Angels" nicht, so tendieren einige Lieder doch sehr in Richtung Belanglosigkeit. "Recluser" ist so ein Song, der seine Existenzberechtigung nicht unbedingt zu beweisen gedenkt.

Dennoch: Dover haben einen eigenen Stil und es macht einfach Spaß, ihnen zuzuhören. Sicher, auf Dauer ist dieses teilweise recht seichte Rockvergnügen nicht unbedingt musikalisch bereichernd. Für den Rockhunger zwischendurch bieten Dover jedoch gehaltvolle Kost, die man einmal probiert haben sollte.

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