Daniel Lanois - Belladonna - Cover
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Daniel Lanois Belladonna


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Daniel Lanois' zeitlos wirkende Musik nimmt den Hörer mit auf eine Reise und sorgt für entsprechendes Kopfkino.

Der 53jährige Kanadier Daniel Lanois zählt zu den begehrtesten Produzenten der letzten 20 Jahre. Mit seiner Studioarbeit für die großen Werke von U2 (u.a. „Joshua Tree“), Brian Eno (u.a. „Ambient 2“), Peter Gabriel (u.a. „So“) und Bob Dylan (u.a. „Time Out Of Mind“) hat er sich unauslöschbar in die Geschichtsbücher der Pop- und Rockmusik eingebrannt. Nach lediglich vier Soloalben in 15 Jahren, erscheinen in diesem Jahr nach „Acadie“ (1989), „For The Beauty Of Wynona“ (1993), „Cool Water“ (1994) und „Shine“ (2003) gleich zwei Werke des hochtalentierten Soundbastlers.

Den Anfang macht das Instrumentalwerk „Belladonna“ (6. Juni 2005), gefolgt von der Live- und Outtakes-Sammlung „Rockets“ (13. Juni 2005). In Europa sind die Veröffentlichungstermine dagegen genau umgekehrt. Hier erscheint „Belladonna“ erst am 11. Juli 2005. Darauf präsentiert der am 19. September 1951 in Hull, Quebec geborene Künstler 13 wunderschöne Soundcollagen, die an die „Ambient“-Werke mit Brian Eno in den 80er Jahren erinnern. Allerdings verzettelt sich Lanois nicht wie manch anderer in ausufernden Prog-Gemälden. Er lässt den Hörern genügend Raum für eigene Phantasien, was den einen oder anderen Song mitunter etwas skizzenhaft klingen lässt („Two worlds“). Doch das schadet überhaupt nicht. Zusammen mit seinen Gästen Darryl Johnson (Vocals), Brad Mehldau (Piano) und Brian Blade (Drums) zaubert Lanois einmalige Klanggemälde mit Einflüssen aus Folk („Desert rose“), Jazz („Sketches“), Filmmusik („Oaxaca“) und World Music („Agave“). Mit den Worten des Meisters klingt das so: „Some of my favorite records take you on a journey. I wanted to make a record like that, that would challenge the imagination, conjure up images and, most importantly, it would be a reliable friend – it would take you to that place and never let you down. Instrumental music can speak louder than singing. It leaves a window of opportunity for someone to use their imagination and build their own scenario. You can make your own movie“.

Damit trifft Lanois den Kern. Seine zeitlos wirkende Musik nimmt dich mit auf eine Reise und sorgt für entsprechendes Kopfkino. Traumhaft.

Anspieltipps:

  • Telco
  • Agave
  • Frozen
  • Sketches
  • The deadly nightshade
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