P:lot - Debut - Cover
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P:lot Debut


  • Label: Goldene Zeiten/ALIVE
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Da hat jemand ein ausgesprochen gutes Händchen für junge deutsche Talente in Sachen Rockmusik. Und dieser jemand ist niemand anderes als Ex-„Die Toten Hosen“-Drummer Wolfgang Rhode, der das Label Goldene Zeiten betreibt, das in den kommenden Monaten seine Signings auf die Öffentlichkeit loslässt. Als erstes geht das Kölner Trio P:lot mit seinem Album „Debut“ an den Start. Die drei Mitzwanziger Alexander Freund (Vocals, Gitarre), Andreas Kaufmann (Bass) und Ben Argandona (Drums) spielen seit 2002 in dieser Besetzung und machten bereits als Gastmusiker auf dem Beatsteaks-Album „Living Targets“ (2002) und als Bühnenmusiker für Ana Johnsson („We are“) von sich reden.

Ihr Erstlingswerk wurde von Uwe Sabirowsky (Beatsteaks, Thumb, Keith Caputo) produziert und präsentiert deutschsprachigen Alternative Rock zwischen Selig (Musik) und Rio Reiser (Texte). Doch dass P:lot nicht nur so klingen wie die berühmten Kollegen, sondern es viel mehr schaffen, die von Selig und Reiser hinterlassene Lücke musikalisch zu schließen, ist ein großer Verdienst, der das Debütalbum der Kölner aus der breiten Masse herausstechen lässt. Das vorliegende Werk gestaltet sich sehr abwechslungsreich, zwischen psychedelisch angehauchten Songs („Die Gelegenheit“), die aber durchaus in der Lage sind, amtlich zu rocken („Augenblick“) oder hymnisch intensiv zum Mitsingen einladen („Nicht zu spät“). Selbst instrumentaler Emo-Rock („Saint Derrick“) darf nicht fehlen. Damit wird „Debut“, das von einer latenten Melancholie durchzogen ist, zu einem bemerkenswerten Indie-Rock-Debüt, das mit schönen Harmonien, eindrucksvollem Gesang und herausragender Gitarrenarbeit nur so um sich schmeißt.

Anspieltipps:

  • Ich für dich
  • Nicht zu spät
  • Viel zu schön
  • Saint Derrick
  • Ohne dich (Abschied II)
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