Silva Sonic - Fri: - Cover
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Silva Sonic Fri:


  • Label: Sonic Music/Code X Press
  • Laufzeit: 64 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Rezension eines Amateur- und/oder Newcomeralbums ist in aller Regel eine nette Angelegenheit, gilt es doch unbekanntes Terrain zu erforschen und vielleicht das nächste große Ding zu entdecken. Spannung ist also angesagt, selbst wenn die Suche nicht immer erfolgreich endet. Wenigstens geben sich die Frischlinge große Mühe, sodass in neun von zehn Fällen wohlwollende Bewertungen an der Tagesordnung sind. Nur ganz selten ist man als Rezensent eines solchen Werkes echt enttäuscht. Leider trifft es mit Silva Sonic nach langer Zeit mal wieder eine Band, die mit dem Werk „“ ein über weite Strecken leidenschaftsloses Alternative Rockalbum vorlegt, das tatsächlich nach der in der Presse-Info besagten Seattle-Melancholie klingt, aber trotzdem irgendwie nicht aus dem Quark kommt.

Silva Sonic stammen aus dem niederbayerischen Abensberg, im Einzugsgebiet von Regensburg, Ingolstadt und Landshut, also aus der tiefsten Provinz. Die Band besteht aus den Herren Flo (Vocals, Bass), Jojo (Drums) und Euro (Gitarre) und spielt, wie schon erwähnt, Alternative Rock. Dieser klingt bestenfalls solide („Rise“) und regt zum gepflegten Mattenschwingen ein („Harmony“). Dabei sind die Kompositionen durchweg melodisch („Try to say“) und um eine gewisse Eingängigkeit („Play the king“) bemüht. Leider wirken die Stücke auf Dauer nicht besonders ausgefeilt bzw. abwechslungsreich, weshalb die Spannungskurve rapide nach unten zeigt. Zwar gibt es an „“ handwerklich kaum etwas auszusetzen - sieht man einmal vom dünnen Sound ab, wofür aber nicht die Band, sondern der Produzent verantwortlich ist - aber der eintönig, rumpelige Sound ist mit der Zeit einfach nur ermüdend und klingt wenn es ganz schlimm wird nach einer Kopie der kreativ komplett abgestürzten Fury In The Slaughterhouse („Autumn again“).

Unterm Strich ist „“ ein ziemlich schlappes Rockalbum ohne Highlights, Innovationsansätze oder (wenigstens) achtbaren Anlehnungen an Genre-Kollegen. Da werden die drei Herren aus Bayern wohl noch etwas üben müssen.

Anspieltipps:

  • Harmony
  • Kill yourself
  • Play the king
  • The day the sun went black
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