The Shanes - Pölka - Cover
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The Shanes Pölka


  • Label: Sumo Rex Records
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Pölka“ erreicht die Musikwelt am 21. Februar 2005 ein ebenso spaßiges wie eigenwilliges Werk. Die Karnevalszeit ist dann zwar schon längst vorüber, die Einsatzmöglichkeit als Partyalbum wird dadurch allerdings nicht eingeschränkt. Du hast keine Ahnung, worum es hier geht? Dann ließ weiter...

Die Band The Shanes aus Trier spielt Hardpolka (!), die mit einer beherzten Priese aus Folk- und Rockmusik in allen Variationen angereichert wird. Damit sind The Shanes schon seit 1991 im In- und Ausland unterwegs und auf Festival- und Clubbühnen gern gesehene Gäste. Die „Motörhead des Folk“ (taz München) veröffentlichen 1992 ihre erste CD „Songs From The Urban Country Hell“, der drei weitere Alben und diverse Besetzungswechsel folgten.

Für ihr fünftes Album „Pölka“ haben Kornelius Flowers (Vocals, Gitarre, Banjo), Andy Diewald (Akkordion, Orgel), Jörg Warping Stoffregen (Banjo, Gitarre), Daniela Gruenewald (Violine), Stephan Zender (Drums), Bernie Bredin (Gitarre, Mandoline) und Herr Dannehl (Bass) satte 17 Tracks auf einen Silberling gepackt, die stilistisch irgendwo zwischen den Pogues und Fiddler’s Green angesiedelt sind.

Die Songs verbreiten die meiste Zeit gute Laune und bringen das Tanzbein in Schwung. Ob die Texte dabei auf Französisch („Passant par Paris“), Spanisch („El Paso de los dias“) oder Englisch sind, spielt keine Rolle. Hauptsache, es dreht sich irgendwie um Polka („Outbreak of Polka“, „Godfather of Polka“, „The priests of the new polka church“, „Polka overkill“) und das Haus wird gerockt. Als kurzweiliges Partyvergnügen taugen die Songs dabei allemal. Und obwohl die Instrumentierung durchaus abwechslungsreich ist und einige schöne Ideen verarbeitet werden (man höre nur die Trompete in „El Paso de los dias“), geht „Pölka“ am Ende etwas die Luft aus. Bei aller Spielfreude hätten es nämlich gut und gerne fünf Songs weniger sein dürfen.

Sei’s drum. Da zu der Zeit der CD-Besprechung die Karnevalssaison auf dem Höhepunkt ist, kommt „Pölka“ als Launemacher gerade recht. Und nach dem siebten Bier ist es eh egal, wie viele Tracks das Album hat.

Anspieltipps:

  • The rake
  • I feel the blood
  • El Paso de los dias
  • My little world’s on fire
  • The dark side of my soul
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