Nancy Sinatra - Nancy - Cover
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Nancy Sinatra Nancy


  • Label: Sanctuary Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mittlerweile 64jährig marschiert sie nach über 40 Jahren wieder mit ihren Boots durch die Lande. Nancy Sinatra is back! Die ewig junge Rock-Ikone hat ihre Stiefel geschnürt und stolziert mit viel Elan durch die Welt des Pop und des Country. Mitte der sechziger Jahre nahm sich Nancy das Image eines Mädchens vor, das seine Tagebucheintragungen über schlecht erzogene Jungen beweint und wandelte es in das einer Frau, die ihre Männer ganz genau wissen lässt, wo der Hammer hängt. Das Popsternchen revolutionierte in den 60ern das Frauenbild des Rock `n´ Roll, als sie mit Titeln wie „These Boots Are Made For Walking“, „Johnny Angel“ und „Judy´s Turn To Cry“ in die Fußstapfen ihres Vaters trat. Sie emanzipierte sich schnell als weibliches Pendant zu „Old Blue Eyes“, legte aber musikalisch eine wesentlich härtere Gangart an den Tag. Mit ultrakurzen Miniröcken und sexy Stiefeln stellte sie sich gegen jegliche gesellschaftliche Moralvorstellung. Ihre Motto: Frauenpower.

Mit ihren Songs platzierte sie sich 22 mal in den US-Charts. Eine tolle Leistung, obwohl der berühmte Name sicher die eine oder andere Tür leichter öffnete. Legendär ist noch heute der Nummer 1 Hit „Somethin´ Stupid“, im Duett mit Ihrem Vater Frank Sinatra. 2002 gab Nancy Sinatra nach langer Zeit wieder ein Konzert. Sie trat in Großbritannien vor ausverkauftem Haus auf und glänzte auf ganzer Linie. 2004 folgten zwei weitere Test-Ballons in Zürich und wiederum in London. Äußerst erfolgreich.

Für das Album „Nancy“ haben Musiker und Bands wie Morrissey, Jon Spencer, Reno, Calexico, Soniy Youth, Pete Yorn, Steve Van Zandt, Bono und Jarvis Cocker Songs geschrieben und produziert. Dieser künstlerische Beistand von Größen der zeitgenössischen Rock- und Popszene kann sich hören lassen. Nancy pendelt zwischen pfiffigem 60ies Feeling, schmissigem Country-Pop und erfrischend harmonischem Rock. Der Opener „Burnin´ Down The Spark“ – Calexico-Gebläse gegen erdige Gesangseinlagen. Oder der jazzige Schlusssong „Two Shots Of Happy, One Shot Of Sad“ – Bono´s Kompositon für Papa Sinatra im Piano-Bar-Style. Dazwischen etwas Rock und ein Hauch Country-Pop mit „Ain´t No Easy Way“ und „Momma´s Boy“. Summa Summarum ein durchaus gelungener Schachzug, wenn es auch an manschen Ecken etwas an Frische mangelt.

Anspieltipps:

  • Momma´s Boy
  • Ain´t No Easy Way
  • Baby Please Don´t Go
  • Baby´s Coming Back To Me
  • Two Shots Of Happy, One Shot Of Sad
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