Caesars - Paper Tigers - Cover
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Caesars Paper Tigers


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Kaum jemand kennt die Platten „Youth Is Wasted On The Young“, „Cherry Kicks“oder „Love For The Streets” von Caesars Palace. Aber jeder kennt „Jerk it out” von den Caesars, den catchy Song aus der I-Pod-Werbung. Dass der Track schon drei Jahre auf dem Buckel hat, weiß auch kaum jemand. Schließlich beansprucht das Lied Platz Nummer 4 auf dem nun vorliegenden Album, also müsste es doch ein neuer Track sein! Oder etwa nicht? Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: Die Caesars hießen früher in ihrem Heimatland Schweden Caesars Palace, mussten sich aber wegen dem gleichnamigen Casino in Las Vegas etwas beschneiden lassen. Die drei vorher erwähnten Alben sind nur in Schweden erschienen, ein sogenanntes „Best Of“ für die restliche Welt liegt in Form von „39 Minutes Of Bliss (In An Otherwise Meaningless World)“ seit 2003 vor. Das „Jerk it out“ von heute ist hier in „newly remixed fashion“ zu hören. Also etwas aufgepeppt im Vergleich zur Version auf „Love For The Streets“.

Stilistisch bedienten sich die Caesars früher größtenteils bei den „The“-Bands aller Nationen. Dass ihre Arbeit im Vergleich zu den Ergüssen gleichklingender Formationen etwas lockerer und entspannter klingt, vernahm man schon auf der vor zwei Jahren erschienenen Compilation. Mit „Paper Tigers“ werden jetzt allerdings die Gefilde des Pop etwas näher beleuchtet, ohne die alten treibenden Rhythmen unter den Tisch fallen zu lassen. Bestes Beispiel dafür sind Songs wie „May the rain“ oder „We got to leave“, die mitunter auch nie veröffentlichte Beach-Boys-Hymnen darstellen könnten. Highlight der Platte bildet das rundum gelungene „Soulchaser“, sieht man vom allseits bekannten „Jerk it out“ ab.

Leider ist so manches auf „Paper Tigers“ uninspiriert und langatmig und drückt dadurch die vorherrschend fröhliche Stimmung auf dem sonst recht amüsanten Longplayer. Würden sich die Caesars nicht nur auf groovige Melodien beschränken, sondern auch etwas Experimentierfreudigkeit an den Tag legen, hätte das neue Werk im direkten Vergleich zum Vorgänger sicher die Nase vorn.

Anspieltipps:

  • Soulchaser
  • May The Rain
  • We Got To Leave
  • My Heart Is Breaking Down
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