Eric Johnson - Bloom - Cover
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Eric Johnson Bloom


  • Label: Favored Nations/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Eric Johnsons CD „Bloom” steht uns eine weitere Veröffentlichung aus der Sparte „All Time Guitar Heroes, die nur ein paar wenigen Insidern bekannt sind“ ins Haus. Dabei wurde der Texaner schon mehrmals für den Grammy nominiert, staubte den begehrten Preis sogar einmal ab (das Stück „Cliffs of Dover“ wurde 1990/91 als „Best Rock Instrumental“ gekürt), spielte in den späten 70er Jahren mit bekannten Kollegen wie Cat Stevens, Carole King und Christopher Cross und veröffentlichte mehrere Alben auf Major-Labels.

So empfahl kein Geringer als „The Artist Formerly Know As – und jetzt wieder als solcher unterwegs – Prince“ den inzwischen 50-Jährigen an seine Ex-Firma Warner Bros., nachdem er ihn 1984 in der TV-Show „Austin City Limits“ gesehen hatte. In den 90er Jahren brachte Johnson hoch dekorierte Alben wie „Ah Via Musicom“ (1990) und „Venus Isle“ (1996) auf dem Capitol Label (EMI) heraus. Zusammen mit Joe Satriani und Steve Vai spielte er die erste „G3“-Tour, ehe er mit dem Side Project Alien Love Child, einem Blues-Trio, zu Steve Vais Favored Nations Label wechselte und dort das Album „Live And Beyond“ (2000) herausbrachte.

Mit „Bloom“ steht nun Johnsons vierte Solo-Scheibe (die erste für das Steve-Vai-Label) in den Läden. Darauf präsentiert er 16 Tracks, aufgeteilt in die Teilbereiche „Prelude”, „Courante” und „Allemande” (warum ist inhaltlich nicht feststellbar), die sich zum Glück nicht als reine Instrumentalmusik entpuppen. Ja, der Meister singt tatsächlich auf einigen Stücken und pendelt stilistisch durchaus abwechslungsreich zwischen rockigen Songs („Bloom“, „Summer jam“), gefühlvollen Balladen („From my heart“), Country-Jams („Tribute to Jerry Reed“), Pop („Your sweet eyes“) und jazzigen Tunes („Hesitant“) hin und her. Mit „My back pages“ hat sich sogar eine recht interessante Coverversion des Bob Dylan Klassikers auf die CD geschlichen. Mit dieser schönen Mischung hört sich „Bloom“ wie ein fein austarierter Film-Soundtrack an, der beim geneigten Hörer für entsprechendes Kopf-Kino sorgt und nicht wie das x-te, langweilige Soloalbum eines Gitarrenvirtuosen klingt.

Anspieltipps:

  • Bloom
  • Columbia
  • My back pages
  • From my heart
  • Your sweet eyes
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