Schleprock - Learning To Fall - Cover
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Schleprock Learning To Fall


  • Label: People Like You/SPV
  • Laufzeit: 56 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit der Compilation „Learning To Fall” wird einer Band gedacht, die es trotz Majorlabel-Vertrag mit Warner Bros. nicht geschafft hat, den Status einer Independent-Combo loszuwerden.

Schleprock (benannt nach einer Figur aus der TV-Reihe „The Flintstones“, die ständig Pech hatte) kamen aus Los Angeles und spielten schmutzig-melodischen Street-Punk mit leichtem Oi!-Einschlag. Zwischen 1994 und 1997 brachte die Band vier Alben heraus, ehe man sich 1997 trennte. Als Andenken an der verstorbenen Schleprock-Gitarristen Jeff Graham dient jetzt dieser 21 Tracks umfassende Longplayer, der Doug Kane (Vocals), Ernie Berru (Drums), Sean Romin (Gitarre) und Dean Wilson (Bass) als durchaus talentierte Punkband ausweist, die in der Lage war, schneidige Riffs und eingängige Melodien zu schreiben.

„Learning To Fall“ beinhaltet aber nicht nur eine Auswahl der besten Songs aus der kurzen Band-Karriere, sondern auch sechs unveröffentlichte Titel, darunter das Demotape, mit dem sich Schleprock bei Warner Bros. bewarben. Dass da nicht alles Gold sein kann, was glänzt, erklärt sich von selbst. Dennoch findet man unter den 21 Tracks ein paar echte Perlen des Southern-California-Punkrock, die allerdings auch nicht so zahlreich ausfallen, als dass die Band nach ihrem Ende wichtiger zu nehmen ist, als zu ihrer aktiven Zeit. Die Jungs hatten während ihrer Karriere einfach das Pech, immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Ihr Independent-Debüt „Propeller“ (1994) fiel in die Ausläufer der Grunge-Welle und der Major-Vertrag nebst einem sehr starken Album „(America’s) Dirty Little Secret“ (1997) kam, als der Punkrock-Hype schon wieder beendet war. Dumm gelaufen. Vielleicht haben Doug Kane und „Dirty“ Ernie Berru mit ihrer neuen Band The Generators mehr Glück.

Anspieltipps:

  • Smog
  • Suburbia
  • Three stories high
  • Can’t hold me down
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