Pitchblack-LTD - Pitchblack-LTD - Cover
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Pitchblack-LTD Pitchblack-LTD


  • Label: S.T.I.Y.R. Records/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 36 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Band-Chef Mike Granditsky (Vocals) ist bereits seit den Siebzigern im Music Biz tätig. Vor ein paar Jahren nutzte er eine Phase, in der er in keiner Band spielte, um ein Soloprojekt zu starten: Pitchblack-LTD. Er spielte das Album „Upton Park“ (2000) ein, für dessen Live-Umsetzung er sich ein paar Musiker suchte. Inzwischen ist Pitchblack-LTD zu einer echten Band angewachsen, zu der Stefan Krooks (Keyboards), Henrik Silfverhjelm (Gitarre) und Anden Andersson (Drums) gehören. Zusammen haben die Vier, ergänzt um ein paar Gastmusiker, das zweite, selbstbetitelte Pitchblack-LTD-Album eingespielt.

Dieses stellt sich als ein von Reggae und Funk-Grooves inspiriertes Werk dar, das sich schon nach dem zweiten Track („Dark days“) wiederholt und belanglos im Kreis dreht. Dabei sind die Zutaten gar nicht so übel. Man nehme eine Priese Jamiroquai und einen guten Schuss Stereo MCs – fertig ist das Gebräu aus Loops, Samples und allerlei elektronischem Firlefanz, der um ein paar Gitarren ergänzt wird. Das Problem an der Sache ist nur: „Pitchblack-LTD“ klingt die meiste Zeit so, als hätte Mike Granditsky im heimischen Plattenregal danebengegriffen und sich an den aktuellen – und ziemlich schwachen – Werken von Jamiroquai („Dynamite“) und den Stereo MCs („Paradise“) orientiert, anstatt auf Klassiker wie „Emergency On Planet Earth“ (Jamiroquai) und „Connected“ (Stereo MCs) zurückzugreifen.

Somit ist die Gruppe erschreckend schnell am Ende ihres Lateins. Dabei belegen zumindest vier der zehn Songs, dass es die Schweden tatsächlich können. Tracks wie „Pitchblack sound“ und „Brother oh brother“ gefallen mit entspannten Beats und brauchbaren Melodien. „Too many basslines“ hat ein paar coole E-Gitarreneffekte, während „The pawnbroker“ als treibender Elektrosong mit Anleihen bei The Prodigy und Ian-Astbury-Vocals einheizt. Eine schwache Ausbeute bei gerade mal 36 Minuten Spielzeit. Da kann man sein Geld bestimmt besser anlegen.

Anspieltipps:

  • The pawnbroker
  • Pitchblack sound
  • Brother oh brother
  • Too many basslines
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