Linkwork - Down The Drain - Cover
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Linkwork Down The Drain


  • Label: This World/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe ist? Wer zum Beispiel Bock auf ehrlichen Punkrock hat, muss nicht grundsätzlich über den großen Teich schielen oder auf skandinavische Rotzrockbands zurückgreifen. Auch bei uns gibt es jede Menge herausragende Bands – selbst wenn der geneigte Fan mitunter zehn Jahre auf ein erstes Album warten muss. Dies ist jedenfalls bei den Velberter Pop-Punkern von Linkwork so, die sich bereits 1995 gründeten, aber erst jetzt, nach drei Demo-EPs, ihren ersten Longplayer „Down The Drain“ vorlegen. Und der hat es wirklich in sich!

André Küpry (Vocals, Gitarre), Peter Jannusch (Gitarre), Jörn Vogler (Bass) und Thomas Rowecki (Drums) haben unter der Regie von Guido Lucas einen 12 Tracks umfassenden Debüt-Silberling aufgenommen, der mit coolen Riffs, fetten Hooklines und ansteckenden Refrains nur so um sich schmeißt. Offensichtlich hat sich der zehnjährige Reifeprozess voll und ganz ausgezahlt und sorgt nun für ein melodisches Feuerwerk, das sich vor keiner Konkurrenz verstecken braucht.

Mit viel Freude und unablässiger Energie rocken die Vier was das Zeug hält. Technisch perfekt gespielt, jagt ein Kracher den anderen. Das ist 40 Minuten Dauerspaß mit Garantiebeleg. Nörgler könnten jetzt zwar anmerken, dass Linkwork keinen echten Hit im Programm haben, also einen Song, der sich sofort als Ohrwurm entpuppt und im Langzeitgedächtnis auf Dauerrotation geht – womit sie sogar Recht haben könnten. Doch umgekehrt wird ein Schuh draus! Denn sämtliche Songs von „Down The Drain“ bewegen sich auf gleichbleibend hohen Niveau. Das sorgt für ungetrübten Hörgenuss und ein starkes Debütalbum.

Anspieltipps:

  • I say
  • All I am
  • Little M.
  • All about
  • So simple
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