Black Wire - Black Wire - Cover
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Black Wire Black Wire


  • Label: Pias/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 35 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Man schmeiße Disco, New Wave, Punk, Swing, Rock und Popmusik der 80er Jahre in einen großen Topf, rühre gut um und fertig ist der aktuelle Hype, der nach Franz Ferdinand, Bloc Party, Maximo Park, Editors, Kaiser Chiefs und Gott-wer-weiß-wen langsam auszubluten droht. Dennoch wird im September das Debüt von Black Wire aus Leeds auf den Markt geworfen, da es in dieselbe Kerbe haut wie die Alben oben genannter Bands. Aber lange kann es nicht mehr dauern, bis sich das Publikum mit Grauen von der Flut zweit- und drittklassiger Trittbrettfahrer abwendet. Zu letztgenannten Art gehört nämlich auch das Trio Black Wire...

Das 2003 gegründete Projekt besteht aus Sänger Dan Wilson, Bassist Tom Greatorex und Multiinstrumentalist Simon McCabe, der Piano, Schlagzeug, Drum Machine, Gitarre und Mikrofon bedient. Im April riefen Black Wire die englische Musikpresse auf den Plan, als sie ihre Debütsingle „Attack! Attack! Attack!“ herausbrachten und damit gleich den Titel „Single der Woche“ im New Musical Express einheimsen konnten. Dass die drei Burschen aus Leeds diesen Vorschusslorbeeren nicht gerecht werden können, stellt ihr selbstbetiteltes Debütalbum schonungslos unter Beweis.

Wie eine mittelmäßig talentierte Schülerband holpern die Drei durch gut eine halbe Stunde Spielzeit, in der zehn mehr schlechte als rechte Stücke untergebracht wurden. Gute Ideen werden dabei schon im Ansatz durch miesen Sound, altbackene Effekte und eine langweilige Instrumentierung erstickt. Traurig: Black Wire ist eine Band die will, aber nicht kann und viel zu spät auf einen fahrenden Zug gesprungen ist. Das macht das vorliegende Album reichlich überflüssig, denn starke Momente haben die Jungs nur beim furiosen Opener „God of traffic“ und dem bissigen „Hard to love easy to lay“. Ansonsten regiert leider die Langeweile, die für kopfschüttelndes Staunen über einen putzigen Retro-Sound sorgt, den eigentlich keiner mehr auf der Rechnung hatte.

Anspieltipps:

  • The face
  • God of traffic
  • Hard to love easy to lay
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