Lucylicious - The Other Side - Cover
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Lucylicious The Other Side


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die No Angels gibt’s nicht mehr! Was, das wissen sie schon? Na gut, spätestens seit dem Output von Sandy Mölling im Jahre 2004 hat man sich sicher gefragt, was denn los ist im Hause der ersten „Popstars“-Band. Und ja, sie haben sich aufgelöst. Tragisch, tragisch! Zum Glück (?) versuchen sich jetzt die ehemaligen Bandkolleginnen auf Solopfaden und lassen die höchst erfolgreiche Girlgroup in ihren Alben weiterleben. „Unexpected“ von Sandy war das erste davon. Jetzt ist Lucy Diakovska dran und ihre Anstrengungen alleine eine musikalisch gute Figur zu machen, scheitern genauso kläglich wie die der Blondine des Fünfers (bevor Jessica Wahls in die Babypause ging).

Beinahe einschläfernd schleppen sich elf Songs durch 40 Minuten pure Langeweile, ohne Charme aufkommen zu lassen. Man bekommt eben das vorgesetzt, was man schon kennt, denn der frühere No-Angels-Plattenkäufer darf mit einfallsreichem Songwriting oder interessanter, musikalischer Untermalung nicht verschreckt werden. Die Stücke klingen zwar nicht gleich, sind aber alle ähnlich schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwunden. Da helfen auch keine Gypsy-Gitarren („The other side“) oder arabisch angehauchtes Material („Misunderstood“).. Gegen Ende von „Lifetime“ kann man sich gar nicht erinnern, was man gehört hat, so nichtssagend und formlos ist der Song.

Mit Nummer zwölf, der Coverversion von „River deep mountain high“, ist dann nicht nur die Platte bald am Ende, sondern auch die Nerven runter. Wieso musste gerade dieser Klassiker von Tina Turner, der schon viele berühmte Nachahmer (Celine Dion, Deep Purple) fand, dazu genommen werden, um Wiedererkennungswert zu erzielen? Besser man entfernt „The Other Side“ so schnell wie möglich aus dem Player und wartet auf Nadja Benaissas Debüt „Schritt für Schritt“, das hoffentlich nicht derselbe Reinfall wird. Lucy verdient sich auf jeden Fall 2 Punkte für den Mut so etwas zu veröffentlichen.

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