HorrorPops - Bring It On! - Cover
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HorrorPops Bring It On!


  • Label: Hellcat Records/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Früher wurde der Musikmarkt besonders im Bereich der Dance Music auf gar lächerliche Weise mit wöchentlichen Neuerscheinungen überschwemmt. Immer getreu dem Motto: Irgendwas wird schon beim Käufer hängen bleiben. Inzwischen wird der Beobachter das Gefühl nicht los, dass auch der Punkrockmarkt auf dieselbe Art mit exorbitanten Veröffentlichungszahlen malträtiert wird. Damit wird es für den geneigten Käufer immer schwieriger, die wenigen CDs herauszufiltern, die einen Kauf tatsächlich rechtfertigen.

Neustes Produkt der Punkrockmaschinerie sind die HorroPops. Sie kommen ursprünglich aus Dänemark, sind aber dem Erfolg zuliebe nach Amerika umgesiedelt. Ihre neue Basis ist nun Los Angeles, wo sich Patricia Day (Vocals, Bass), Kim Nekroman (Gitarre), Geoff Kresge (Gitarre, Ex-Tiger-Army) und Niedermeier (Drums) als Rockmusiker ganz einfach akzeptierter fühlen, als in ihrer alten Heimat Kopenhagen. Ihr Debütalbum „Hell, Yeah!“ erschien im letzten Jahr auf dem Hellcat-Label von Tim Armstrong (Rancid). Die Band flankierte das Werk als Support Act u.a. von The Offspring und Lars Frederiksen & The Bastards und legt nun mit „Bring It On!“ den von Brett Gurewitz (Bad Religion) produzierten Nachfolger vor.

Mit ihrem von Rockabilly, Ska und Rock’n’Roll inspirierten LoFi-Punk rumpeln die HorrorPops durch eine wenig aufregende Kollektion von 13 Songs, die weder zum Äußeren der Band noch zur eigenen Beschreibung passt. Kraftvolle, mitreißende Rockmusik ist definitiv etwas anderes, als das, was die vier Dänen hier fabriziert haben. Gut, die Jungs um Frontfrau Patricia nehmen das Leben leicht. Die Texte sind locker-flockig nichtsagend und mitunter recht derb, die Musik ziemlich unverbindlich und unaufdringlich. Doch selbst als persönlicher Stil will das nicht funktionieren. Für vertonte Mittelmäßigkeit hat heutzutage keiner mehr Zeit noch Geld. Deshalb lautet die Bewertung von „Bring It On!“ „ganz nett“, was Musiker wohl noch mehr hassen, als einen gepflegten Verriss. Doch diesen Aufwand ist das vorliegende Album nicht wert.

Anspieltipps:

  • Trapped
  • You vs. me
  • Walk like a Zombie
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