Mad Sin - Dead Moon´s Calling - Cover
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Mad Sin Dead Moon´s Calling


  • Label: People Like You/SPV
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Erst vor wenigen Monaten, genau am 30. Mai 2005, erschien mit „Young, Dumb And Snotty“ eine Compilation der Berliner Psychobillys Mad Sin. Sie fasste die Jahre 1988 bis 1993, die sogenannten „Psychotic Years“, auf einer CD zusammen. Eine nette Idee, schließlich ist das letzte Studioalbum „Survival Of The Sickest“ schon über 2½ Jahre alt. Jetzt gibt es mit „Dead Moon’s Calling“ endlich frischen Nachschub, den die Band nach diversen Tourunterbrechungen innerhalb eines Jahres im Studio zusammengebastelt hat.

Das Album wuchert mit 18 Tracks, die nur selten die Drei-Minuten-Marke überschreiten. Wieder werden die Slap-Bass-Attacken genüsslich auf die Spitze getrieben („Fuel for brains“), wobei sich die Band nicht vor neuen Einflüssen verschließt. Reiner Psychobilly ist das jedenfalls nicht, den die Berliner hier fabrizieren. Mit etwas Pop, Punk und Rock’n’Roll garniert, sind die Stücke um einiges zugänglicher geraten, so dass nicht nur Psychobilly-Nerds auf ihre Kosten kommen.

Die Produktion ist anständig und liefert einen druckvollen Sound. Damit ist das Album voll partytauglich. Zu keiner Zeit merkt man dem Werk an, dass der Aufnahmeprozess über einen Zeitraum von einem Jahr ziemlich zerfahren war. Die Stücke greifen nahtlos ineinander und sorgen für eine kurzweilige Dreiviertelstunde.

Kleine Überraschungen liefern Stücke wie „To walk the night”, das sich am Bass-Thema des Depeche-Mode-Klassikers „Personal Jesus“ bedient, „Dead moon“, das mit weiblichen Co-Vocals aufwartet und „Houdinis pool“, das an die James-Bond-Titelmeldie erinnert. Unterm Strich also wieder eine runde Sache von Big „Koefte“ Deville, Valle, Tex Morton, Andi, T.C.S. und Dr. Solido.

Anspieltipps:

  • Not invited
  • Dead moon
  • To walk the night
  • Point of no return
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Young, Dumb And Snotty: The Psychotic Years
  • 2005    
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