Klaus Schulze - Moonlake - Cover
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Klaus Schulze Moonlake


  • Label: Synthtic/SPV
  • Laufzeit: 74 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Klaus Schulze zählt zu den Pionieren der elektronischen Musik. Er spielte in den frühen 70er Jahren zusammen mit Alex Conti bei den Krautrockern von Psy Free, hatte seine eigene Band Ash Ra Tempel am Start und gehörte als „Tangerine Dream“-Schlagzeuger zu den Mitbegründern der „Berliner Schule“, die mit hypnotischen Elektro-Klangteppichen die Musiklandschaft revolutionierte. In seiner langen Laufbahn gründete er zwei Plattenlabel, spielte überall auf der Welt Konzerte und brachte einige Dutzend Tonträger heraus.

Im letzten Jahr erhielt Klaus Schulze die Rechte an 28 seiner Frühwerke zurück, die er seit Januar 2005 zusammen mit SPV Records in originalgetreuer Aufmachung und authentischer Klangüberspielung der alten Analogbänder in regelmäßigen Abständen in die Läden bringt. Neben diesen „Deluxe Editions“ erscheint nun mit „Moonlake“ auch ein nagelneues Studioalbum des Klangtüftlers. Der Titel wurde durch einen Urlaub in Österreich inspiriert, als Schulze in der Nähe vom Salzburg den Mondsee besuchte. Musikalische Auswirkungen sind damit nicht verbunden, da sich Schulze seine Songtitel immer erst nach der kompletten Einspielung ausdenkt.

„Moonlake“ beinhaltet vier Songs („Playmate in paradise“, „Artemis in Jubileo“, „Same thoughts lion“ und „Mephisto“) mit einer Gesamtspieldauer von 74 Minuten. Bis auf ein paar Ethno-Einlagen des Sängers und Geigers Thomas Kagermann im ersten Song der Platte, stammt jeder einzelne Ton ganz allein von Klaus Schulze. Dieser bezeichnet „Moonlake“ als typisches Album, obwohl er nach langer Zeit wieder mehr Augenmerk auf Groove und Percussion gelegt hat. Denn was in letzter Zeit nur rhythmisches Beiwerk war, nimmt anno 2005 eine ziemlich dominante Rolle ein.

Dennoch richtet sich auch das vorliegende Klaus-Schulze-Album in altbekannter Manier nur an einen kleinen Kreis begeisterter Fans, für die instrumentale Elektromusik das Größte ist. Alle anderen werden an den dargebotenen Stücken nicht so wahnsinnig viel entdecken können, da selbst die biederste Filmmusik im Vergleich zu den drögen Exkursionen in Schulzes Ambient-Welten spannender wirkt.

Anspieltipps:

  • Same thoughts lion
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