Warren G. - In The Mid-Nite Hour - Cover
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Warren G. In The Mid-Nite Hour


  • Label: Peppermint Jam/SPV
  • Laufzeit: 62 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Yo, yo, yo! Homie Warren G. is back in da House and he is about to give ya whatcha need! Ja, meine Damen und Herren, Sie haben richtig gehört: Der Begründer des G-Funk kommt für ein Mitternachtsstündlein zurück! Im Gentlemanlook mit Samtkrawatte und Markenanzug. Die Frage, ob das nötig war oder nicht, stellt sich wohl keiner mehr, nachdem der rappende Sektor sowieso unüberschaubar geworden ist. Da reiht sich eine Veröffentlichung an die andere und bevor man sich in ein Werk richtig reingehört hat, sind schon wieder fünf andere heiße Eisen angetreten. Das resultiert auch daraus, dass jeder Rapper, der mindestens ein Top-Ten-Album geliefert hat, meint er müsste fünf weitere Bands oder Formationen gründen, als Produzent auftreten oder einfach alte Stücke recyclen und sie als neu verkaufen.

Warren Griffin III versucht sich auf eigenem Label auch als Pate für neue Talente, verfolgt aber mehr einen sozialen Aspekt, da er die begabten Kids von der Strasse holen will. Selber wächst er mit Snoop Dogg und Nate Dogg auf und veröffentlicht mit letzterem sein Debüt „Regulate... G Funk Era“, das gleich im Titel auf zwei Dinge verweist, die man von da an mit ihm verbindet. „Regulate“ war sein erster großer Hit und „G-Funk“ nennt er seinen relaxten Sound aus Funk und HipHop-Beats. Zu dritt veröffentlichten sie letztes Jahr als 213 die längst überfällige Scheibe „The Hard Way“.

Anders als bei seinen Genrekollegen, legt Warren G. nicht viel wert darauf, fast jedes Jahr eine neue Platte zu veröffentlichen, sondern lässt schon mal drei bis vier Jahre zwischen den Werken verstreichen. „In The Mid-Nite Hour“ ist sein bislang fünftes Album seit 1994 und beinhaltet noch immer geschmeidige Beats, groovende Bässe und eine herzhafte Portion Funk, die seinen „G-Funk“ ausmachen. Mit von der Partie sind unter anderem Nate Dogg, Bishop Lament, Mike Jones und Raphael Saadiq.

Alle Gaststars aufzuzählen, würde schon mal eine Seite füllen, da ziemlich jeder Track von jemandem „gefeatured“ wird. Musikalisch stehen sich ruhigere Stücke („We need each other“, „Get u down“), Dancefloor-tauglichen („Garilla pimpin“, „In case some shit go down“) gegenüber und sorgen damit für ein ausgewogenes Verhältnis. An seine alten Erfolge wird Warren G. mit großer Wahrscheinlichkeit nicht anschließen können, dafür fehlt der Platte der sprichwörtliche „Biss“. Dennoch bieten einige Songs eine gute Alternative zu den derzeitigen Chartstürmern vom Schlage eines 50 Cent.

Anspieltipps:

  • Garilla Pimpin
  • I Like That There
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