Simon Webbe - Sanctuary - Cover
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Simon Webbe Sanctuary


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Irgendwann ist jede Boygroupkarriere zu Ende. So auch beim englischen Quartett Blue („All Rise“). Oder wie soll man es deuten, wenn nach Lee Ryan nun auch Simon Webbe eine Solokarriere startet? Na gut, evtl. geht es mit Anthony Costa, Duncan James und den bereits erwähnten Lee Ryan und Simon Webbe irgendwann als Gruppe weiter. Zum Beispiel wenn das Geld knapp wird, was nach 40 Nummer-1-Singles und 13 Millionen verkauften Tonträgen aber eher unwahrscheinlich ist. Naheliegender könnte da schon ausbleibender Erfolg als Solokünstler sein.

Sorgen muss man sich um Simon Webbe sowieso nicht, selbst wenn sein Soloalbum „Sanctuary“ floppen sollte. Denn der 26-Jährige ist ein geschäftiges Kerlchen. Als Beinahe-Fußballprofi beim FC Liverpool, Model („Face of the Year“), Ex-Boygroup-Mitglied („Blue“), Schauspieler („The Truth About Love“), Model-Agentur-Eigner („Industry People“) und Leiter einer Produktionsfirma („UK Team“) wird er so schnell nicht arbeitslos. Dabei ist das, was Webbe selbst als „Urban Folk“ bezeichnet, nicht wirklich ein herausragender Beitrag zum Musikjahr 2005.

Obwohl er bei Blue als Songwriter vieler Singlehits geführt wird, wirken die 12 Songs auf „Sanctuary“ bemüht und plätschern als schlappe R&B-Tracks dahin. Einzig Webbes Stimme rettet das Werk vor der totalen Beliebigkeit. Ihre Händchen für eingängige Melodien und schöne Arrangements haben Webbe und seine Co-Autoren zwar nicht ganz eingebüßt, wie „Lay your hands“ oder „A little high“ zeigen, doch so richtig aus dem Quark kommt das Album dennoch nicht. Dazu sind Titel wie „Time of your life“ einfach zu einschläfernd und harmlos. Deshalb eignet sich „Sanctuary“ ganz hervorragend zur Entspannung oder als Untermalung beim Boutiquenbummel. Echten Tiefgang sollte man allerdings nicht erwarten.

Anspieltipps:

  • All I want
  • Unjustified
  • Lay your hands
  • After all this time
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