Die Spielwiese - Remixed - Cover
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Die Spielwiese Remixed


  • Label: Eigenvertrieb
  • Laufzeit: 71 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Spielwiese hat ihr Terrain erweitert. Eine ganze Horde an Remixern haben die sieben Wiesbadener auf ihr Debut-Album losgelassen und das Ganze nun unter dem Titel „Die Spielwiese remixed“ veröffentlicht. Damit hat die Band quasi einen vollelektronischen Kontrapunkt zum halborganisch produzierten Debut gesetzt.

Es ist eine spektakuläre Großdemonstration dessen geworden, was im Spektrum Drum’n’Bass möglich ist: Mad Vibes etwa lässt in seinem Remix vom melodischen „Jungle Breeze“ bis auf kurze Reminiszenzen im Hintergrund nicht viel übrig, sein schneller Drum’n’Bass ist wortwörtlich zu nehmen: reduziert auf eben diese beiden Komponenten. Anders Er.ic, der denselben Song bearbeitet hat. Er spielt mit Versatzstücken der Gesangslinie, puzzelt sie unter einen energiegeladenen, unruhig gewebten Beat-Teppich. Eine der vielleicht interessantesten Produktionen: die darauf folgende Bearbeitung von „Radio James“, im Original ein fast jazziger Song. Fuyo alias Holger Probst gibt ihm eine ganz neue mystisch-sphärische Identität. Dass nicht alle Bearbeitungen ein Volltreffer geworden sind, versteht sich bei einem solchen Unterfangen von selbst. Der Cruel Culture Remix von „Catch Me“ etwa setzt auf fette Beats und einen mächtigen Bass, kollidiert dabei gnadenlos mit dem Gesang von Silvia Ulrich aus dem Original-Track und lässt die Hook-Line im Soundgewitter untergehen.

„Die Spielwiese remixed“ hat jedoch die Qualität, jede Drum’n’Bass-Party zu bereichern. Noch dazu ist das Album – nebenbei bemerkt – wie bereits das Referenzalbum auch optisch ein schöne Sache: das künstlerisch gelungene Artwork, kombiniert mit ausführlichen Infos über jeden Remixer, macht das Booklet zum Blickfang.

Anspieltipps:

  • Maya (Xitrix Remix)
  • Jungle Breeze (Er.ic Remix)
  • Radio James (Fuyo Remix)
  • Rancho Relaxo (Peter Latino Lick The Frog Remix)
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