Secret Discovery - Alternate - Cover
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Secret Discovery Alternate


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor zwei Jahren lieferten die Jungs von Secret Discovery mit „Pray“ ein überraschend erfolgreiches Comebackalbum ab, das perfekt in die damalige Musiklandschaft passte und neben Evanescence und Within Temptation ein Plätzchen in den deutschen Charts ergatterte. Vom Erfolg motiviert, legen die Bochumer mit „Alternate“ nun die nächste Ausgabe ihres Düster-Rock in der Light-Version vor.

Die Produktion ist ohne Fehl und Tadel. Die Songs kommen druckvoll aus den Boxen, sind aber so abgemischt, dass sie auch im Radio laufen könnten. Das bedeutet, dass alle Musiker gleichberechtigt zur Geltung kommen, auch wenn die Gitarren mal in Metal-Gefilde vordringen („The same way“) oder die Keyboards auf Finnen-Gothic á la HIM machen („Nichts ist mehr wahr“, „Forever you“). Man merkt, dass sich Kai Hoffmann (Vocals), Falk Hoffmann (Gitarre), Dirk Riegner (Keyboards, Produktion), Martin Hirsch (Bass), Ramses Razmjoo (Gitarre) und Lars Graebe (Drums) gerne bei verschiedenen Genres bedienen. Ob Spuren von New Wave („Broken“), Teutonen-Rock der Marke Joachim Witt mit deutschen Texten („Weck mich auf“) oder düstere Popmusik wie im Song „Changes“, der perfekt zur Stimme von Sänger Kai Hoffmann passt, der phasenweise tatsächlich wie der „Thin White Duke“ (David Bowie) klingt.

So richtig packend ist dies allerdings nicht. Dazu hat Dirk Riegner sämtliche Ecken und Kanten aus dem Sound von Secret Discovery herausgeschliffen. Zwar sind einige Songs durchaus nett anzuhören und sogar singletauglich („The same way“, „Ich kann dich sehen“, „Mein kleiner Tod“), aber mitreißend ist definitiv etwas anderes. „Ganz nett“ ist deshalb das Urteil, das einem zu „Alternate“ einfällt – einem Album, an dem das Beste wahrscheinlich die Tatsache ist, dass die Band nicht den Fehler macht, allzu peinlichen Genre-Kollegen nachzueifern, selbst wenn Secret Discovery auch nicht vor den gängigen Klischees halt machen („Lass mich los“).

Anspieltipps:

  • Away
  • Forever you
  • Ich kann dich sehen
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