The Most Serene Republic - Underwater Cinematographer - Cover
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The Most Serene Republic Underwater Cinematographer


  • Label: City Slang/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Manchmal trifft uns Musik aus dem Hinterhalt, rüttelt uns wach wie ein Schlag ins Gesicht. Sie stößt Türen auf, die uns bis dahin verschlossen schienen. Sie lässt uns die Augen schließen und an Dinge denken die waren, sind und sein werden. Sie vermittelt uns ein schönes Gefühl. The Most Serene Republic machen genau diese Art von Musik. Sie schreiben akustische Poesiealben voller Emotionen und Erinnerungen, gemalt in den verschiedensten Klangfarben. Songs die man nur im Kollektiv versteht, wie einzelne Szenen eines Kinofilms, die nur eine nach der anderen zum Happy End führen können.

Gekonnt verschmelzen die sechs Kanadier altbewährten Indie-Pop mit abgefahrenen Beats, Synthesizer-Sounds sowie BritPop-Elementen und packen das Ganze in ein angenehm melodisches Gewand. Doch viele Stilmittel, verschiedene Parts und das songwriterische Hakenschlagen im Sekundentakt bedeuten auch Komplexität und Anspruch an den Hörer. „Underwater Cinematographer“ ist wahrlich keine leichte Kost, keine Musik für nebenbei und unterwegs. Man muss sich schon damit auseinandersetzen, was uns die Band mit ihrer Musik sagen will. Klingt fantastisch? Ist es auch – bis auf eine Kleinigkeit: Wirklich neu ist das Ganze nicht.

The Most Serene Republic machen zwar innovative Musik, doch Innovatoren dieser musikalischen Sparte waren andere. Man lehnt sich mit „Underwater Cinematographer“ ganz klar an die Schulter großartiger Bands wie Arcade Fire oder auch Broken Social Scene. Und hier kommen wir auch zum eigentlichen Problem: Die Platten genannter Combos sind einfach reifer und solider und wer deren Scheiben kennt, wird sich noch schwerlich von „Underwater Cinematographer“ beeindrucken lassen. Trotzdem macht das kanadische Sextett Musik die fordert, Spaß macht und eine gelungene Abwechslung zum Angebot anderer aktuellen Bands bietet. Und das ist immer noch das Primärziel der Musik: Zu unterhalten!

Anspieltipps:

  • Oh God
  • Relative's eyes
  • Where cedar nouns and adverbs walk
  • You're a loose cannon McArthur ... but you get the job done
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