K-Maro - Million Dollar Boy - Cover
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K-Maro Million Dollar Boy


  • Label: K.pone Inc./WEA
  • Laufzeit: 50 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Femme like you” hatte K-Maro schon einen richtig dicken Hit. In Deutschland stand die Single 30 Wochen in den Top 100, kletterte bis auf Platz 3 und wurde im Radio rauf und runter gespielt. K-Maros Debütalbum „La Good Life“ (2004) kam im Sog der Single fast in die Top 10 und bescherte dem 25-Jährigen einen formidablen Einstieg ins Musikbusiness. K-Maro kam im Libanon als Cyril Kamar zur Welt. Aufgewachsen ist er im kanadischen Quebec, wo er mit 13 Jahren seine erste Band gründete. Seit ein paar Jahren ist er solo unterwegs und präsentiert einen ganz eigenen Stil aus HipHop, R&B, Latino-Sounds, Pop und französisch-englischem Sprachwirrwarr.

Nach mehr als 1,5 Millionen verkauften Tonträgern, nennt K-Maro sein zweites Album (wohl zurecht) „Million Dollar Boy“. Mit diesem muss er beweisen, dass er nicht in die Abteilung der One-Hit-Wonder gehört. Dazu bedient er sich bei allen möglichen Stilelementen des R&B- und HipHop-Genres, inklusive klischeetriefender Texte und weiblichen Gastsängerinnen. Leider bringt er dabei nicht einen Hauch von Innovation ein. Die Beats sind erschreckend gewöhnlich und gar nicht so weit weg vom peinlichen Euro-Pop-Trash („Histoires de luv“). Damit kann man vielleicht Tanztempel beschallen, aber niemanden ernsthaft unterhalten wollen. Dazu sind die Beats, Samples und eingestreuten Gitarrenlicks einfach viel zu banal und einfallslos.

Richtig ärgerlich wird es aber, wenn K-Maro im stinklangweiligen „Gangsta party“ den Pseudo-Gangsta gibt. In solchen Momenten wünscht man sich, dass 50 Cent und seine G-Unit dem Burschen mal zeigen, wo der Hammer hängt. Dann wären uns auch die peinlichen Synthie-Wölkchen im Titelsong „Million dollar boy“, die dämlichen Anmachsongs „Dirty“ und „Juss shake“ sowie der möchtegernerotische Latino-Track „Nice & slow“ erspart geblieben. So aber serviert uns K-Maro ein höchstens zweitklassiges Album, das so langweilig ist, dass man es auf der Stelle in den Laden zurückbringen möchte.

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