Deichkind - Aufstand Im Schlaraffenland - Cover
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Deichkind Aufstand Im Schlaraffenland


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Hier regieren wirre Texte und stoische Beats aus der Altkleidersammlung. Einfach gruselig.

Um Himmelswillen, was ist denn hier passiert? Da werden die Jungs von Deichkind jahrelang als das neue Ding am deutschen HipHop-Himmel gehandelt und stehen permanent auf dem Sprung in die erste Liga und nun machen sie einen Satz zur Seite und fegen die Grundlagen ihrer Alben „Bitte ziehen sie durch“ (05/2000) und „Noch 5 Minuten, Mutti“ (09/2002) mit einem Ruck vom Tisch.

Auf ihrem dritten Album „Aufstand im Schlaraffenland“ tauschen sie den Sound gegen platten Elektro-Pop („Show 'n shine“), bekiffte Technoklänge („Remmidemmi Yippie Yippie Yeah“), altbackene Discobeats („Krieg“) und andere Albernheiten aus. Das muss der Hörer erst mal verdauen. Nicht dass wir uns falsch verstehen. Es gibt keinen Einwand gegen künstlerische Entwicklung. Diese ist wichtig und besser als Stillstand. Doch tat so ein harscher Stilwechsel, der alles andere als gelungen ist, wirklich Not?

Keine Ahnung, welcher Teufel in Philip, Buddy, Sebi und DJ Phono gefahren ist, aber das Ergebnis ihres Label-Wechsels von Warner zu Universal ist ein bis auf wenige Ausnahmen unerträgliches Album, das viele Fans vor den Kopf stoßen wird. Lediglich der Gastauftritt von Das Bo in „Prost“ ist als echtes Highlight zu werten. Ansonsten regieren wirre Texte und stoische Beats aus der Altkleidersammlung. Einfach gruselig.

Anspieltipps:

  • Prost
  • E.S.D.B.
  • Silberweidenpark
  • Ich betäube mich
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