D-Bo - Seelenblut - Cover
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D-Bo Seelenblut


  • Label: Ersguterjunge/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 74 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Außenseiterimage hin oder her, mit „Seelenblut“ kommt irgendwie keine Stimmung auf.

Danny Bokelmann ist der Rapper D-Bo, der seit 2004 dem Ersguterjunge-Stall von Bushido angehört. Er brachte bisher die Alben „Deutscha Playa“ (10/2004) und „Deo Volente“ (02/2005) auf den Markt und legt jetzt mit „Seelenblut“ nach. Doch obwohl der 28-Jährige mit jeder Menge prominenter Unterstützung (u.a. Bushido, Chakuza, Nyze, Saad) wuchern kann, bleibt sein drittes Werk bei gefühlt viel zu langer Spielzeit merkwürdig blass und tuckert ungewöhnlich zahm aus den Lautsprechern.

Damit verstärkt sich der von D-Bo selbst in den Raum gestellte Eindruck des Jungen aus der Kleinstadt, der mit kommerziellem HipHop/Rap eigentlich schon abgeschlossen hatte und nun auf dem zweiten Bildungsweg noch mal angreifen möchte. Da werden aus vermeintlich tiefgründigen Texten (der Sex/Gewalt/Drogen-Quatsch hält sich in der Tat erfreulich in Grenzen) auf die Dauer langweilige Geschichten, die über eintönige Beats gerappt werden, die sich spätestens nach der Hälfte zu wiederholen scheinen.

Außenseiterimage hin oder her, mit „Seelenblut“ kommt irgendwie keine Stimmung auf. Weder die deepen Tracks („Ruf nach mir“, „Gefühlsleer“, „Beschütz mich“) noch die etwas härteren Streetraps („Hörst du mich?“) kommen richtig aus dem Quark – und das bei einer Anzahl von 20 Songs! D-Bos Depri-Raps polarisieren eben genauso, auf ihre ganz eigene Art und Weise, wie der dumpfe Ghetto- und Aggro-Müll, nur anders.

Anspieltipps:

  • Neid
  • Seelenblut
  • Ruf nach mir
  • Hörst du mich?
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