Nicky Wire - I Killed The Zeitgeist - Cover
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Nicky Wire I Killed The Zeitgeist


  • Label: Red Ink/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem für MSP-Verhältnisse ziemlich schwachen „Lifeblood“-Album (11/2004) hatten alle Verständnis für die Entscheidung: Die Manic Street Preachers brauchten nach vielen Jahren im Studio/Tour/Studio-Rhythmus ganz dringend Urlaub. Doch was machen die beiden Masterminds James Dean Bradfield (Gesang, Gitarre) und Nicky Wire (Bass, Gesang)? Sie langweilen sich und spielen Soloalben ein.

Mister Bradfield lieferte dazu im Juli des Jahres melodieverliebten BritPop ab („The Great Western“), während Herr Wire auf „I Killed The Zeitgeist“ ganz auf Indie-Rock macht und 13 herrlich schrammelnde Songs im Schmelztiegel aus treibendem Punkrock wie im zum Teil in deutscher Sprache (!) eingesungenen Titelsong, fluffigem Folkrock („Goodbye suicide“), schrägem Instrumental-Schunkelrock („Sehnsucht“) und, ähem, Waliser Saufliedern („Kimino rock“), ablädt.

Dass der gute Nicky eigentlich nicht singen kann und sich mehr schlecht als recht durch die windschiefe Lieder wie „So much for the future“ hangelt, trägt nur zum Charme und der Atmosphäre des Albums bei. Vergleichbar mit den frühen Soloausritten eines John Frusciante (Red Hot Chili Peppers) oder Graham Coxon (Ex-Blur), legt Nicky Wire ein eher privates Werk vor, das nicht für einen Angriff auf die Charts taugt. Und wer sich wirklich über die Gesangsleistung des Herrn Wire aufregt, sollte sich mal Gedanken darüber machen, was Dilettanten wie Pete Doherty zugestanden wird.

Anspieltipps:

  • Stab yr heart
  • Bobby united
  • The shining path
  • Nicky Wire’s last
  • I killed the Zeitgeist
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