Brand New Sin - Tequila - Cover
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Brand New Sin Tequila


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Gitarrenriffs, so dick wie die Mauern von Fort Knox. Grooves, so zäh wie die Lava des Vesuv. Eine Produktion, die verwaschen wie der Nebel von Soho aus den Boxen wabert. Und ein Sänger, der kleine Kinder zum Frühstück verspeist. Dafür stehen Brand New Sin aus Syracuse, New York, die mit ihrem dritten Werk „Tequila” die Lobeshymnen des Vorgängers „Recipe For Desaster“ (2005) bestätigen wollen. Denn Fans und Presse waren sich einig: Dreckiger kann Hardrock, gepaart mir Südstaatenblues, kaum klingen. Das mussten selbst artverwandte Konkurrenten wie Zakk Wylde’s Black Label Society und Corrosion Of Conformity eingestehen.

Jetzt liegen 14 neue Songs von Joe Altier (Vocals), Kris Wiechmann (Gitarre), Ken Dunham (Gitarre), Chuck Kahl (Bass) und Kevin Dean (Drums) vor, die von Produzent Joey Z (Gitarrist bei Life Of Agony und Stereomud) im Method of Groove Studio in Brooklyn aufgenommen wurden. Diese wummern mit derselben Abrissbirnenmentalität wie ihre „Recipe For Desaster“-Vorgänger aus den Lautsprechern und verbreiten dabei echte Bikeratmosphäre. Gäbe es CDs mit Geruch, diese hier würde den reizenden Duft von Schnaps, Bier, Schweiß und Benzin verströmen.

„Tequila“ ist zwar nicht so stark wie sein Vorgänger, bedient den Hörer aber mit einer ganzen Reihe derber Vollfettrocker, zu denen auch „Type 0 Negative“-Chef Pete Steele seinen Teil beigesteuert hat („Reaper man“) und mit „House of the rising sun“ eine klaustrophobische Coverversion dazu kommt, die zum Ende hin total durch die Decke geht. Hier packt der Fünfer noch mal alles in einen Song, der sinnbildlich für ein heavy rockendes Album steht, das sich ein paar kleine Aussetzer gönnt, aber die meiste Zeit wie eine Herde Elefanten durch die Botanik galoppiert.

Anspieltipps:

  • Old
  • See the sun
  • Numeros dos
  • Said and done
  • Did me wrong
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