Callisto - Noir - Cover
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Callisto Noir


  • Label: Fullstream/PIAS
  • Laufzeit: 54 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein echter Geheimtipp für alle, die es gerne etwas anspruchsvoller haben.

Nach ihrem Vorgängeralbum „True Nature Folds“ aus dem Jahr 2005 stecken Callisto aus Finnland mit ihrer experimentellen Mischung aus Jazz und Metal erneut die Fühler nach Deutschland aus. Ihr neues Werk „Noir“ ist ein echter Geheimtipp für alle, die es gerne etwas anspruchsvoller haben.

Gleich der erste Song „Woodworm“ ist ein kleines Highlight. Wunderschöne Jazz-Parts, bei denen sogar ein Solo-Saxophon nicht fehlen darf, wechseln sich mit aggressiveren Ausbrüchen inklusive Growl-Gesang ab. Mit sieben Minuten ist der Track nicht gerade kurz, doch verliert man beim Hören jegliches Zeitgefühl und wird gänzlich in den musikalischen Kosmos von Callisto gesogen.

Bei aller Härte macht die Band nie den Fehler, in pures Gebolze überzugehen und bleibt stets getragen und atmosphärisch. Auf etwa zwei Dritteln des Albums herrschen gesangslose Stellen vor, doch Langeweile kommt zu keiner Zeit auf. Dafür sorgen viele kleine Überraschungen, wie die spacigen Synthies in „Pathos“ oder die Oboe in „A Close Encounter“, die alle noch zur düsteren Gesamtstimmung beitragen. Fazit: Das neue Callisto-Album ist für alle, die noch einen Soundtrack für den Winter brauchen.

Anspieltipps:

  • Woodworm
  • A Clouse Encounter
  • Woven Hands
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