The Strays - Le Futur Noir - Cover
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The Strays Le Futur Noir


  • Label: TVT Records/Edel
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Rockbands ohne festen Drummer im Line-Up muss man seit „Spinal Tap” nicht unbedingt mit der Lupe suchen. Die verrückten Kerle sind so was wie die Torhüter oder Linksaußen des Musikbiz und drehen ganz gerne mal durch. The Strays, eine bunt zusammengewürfelte Band aus Los Angeles, zählen auch zu diesen komischen Truppen.

Auf ihrem Debüt „Le Futur Noir“ haben sich gleich vier Schlagwerker im Studio ausgetobt, um die 13 Songs einzuspielen. Okay, mittlerweile zählen Toby Marriott (Gesang, Gitarre und Sohn des berühmten Steve Marriott von Humble Pie und The Small Faces), Jeffrey Saenz (Gitarre, Gesang) und Dimitris Koutsiouris (Bass, Gesang) zwar einen gewissen Jimmy Lucido als festen Drummer zur Besetzung, aber dem Braten sollte man nicht trauen.

Viel vertrauenswürdiger ist dagegen das in den Hollywood Sound Studios eingespielte, von Dave Cobb (The Shys, Sons Of William, Shooter Jennings And The .357’s) produzierte sowie als Drummer und Co-Songwriter mitgestaltete Album der Herren ausgefallen. Das (damals noch) Trio haut darauf in weniger als 40 Minuten 13 Power-Pop-Punksongs mit Einflüssen von Reggae und Ska heraus. Das klingt wunderbar urwüchsig nach räudigem 70er Jahre Garagenrock, lässt aber aufgrund der britischen Wurzeln von Toby Marriott auch Einsprengsel von BritRock á la Franz Ferdinand und Oasis zu.

Und da die Marriotts zeitweise in New York gelebt haben, ist auch vom schweißtreibenden Keller-Club-Sound des Big Apple jede Menge in das Blut der Songs eingeflossen. Eine Mischung, die „Le Futur Noir“ eindeutig nach vorne bringt und klammheimlich einen Mitkonkurrenten für die Strokes auf den Präsentierteller hebt.

Anspieltipps:

  • Miracles
  • Block alarm
  • Life support
  • Let down girls
  • You are the evolution
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