Carla Bruni - No Promises - Cover
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Carla Bruni No Promises


  • Label: Naive/EDEL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Elf vornehmlich stille, akustische Titel.

Carla Bruni hat bewiesen, dass es durchaus möglich ist, sich von der naturgemäß eher oberflächlichen Betrachtungsweise zu lösen, welcher ein Mensch, der sein Äußeres als Model für sämtliche bedeutenden Labels dieser Welt verkauft hat, ausgesetzt ist. Ihr französischsprachiges Debütalbum „Quelqu'un m'a dit“, eine melancholische Hommage an den Nouvelle Chanson, erreichte vor allem in Frankreich beachtliche Verkaufszahlen und wohlwollende Besprechungen der Kritiker.

Fünf Jahre später liegt nun mit „No Promises“ ihr Zweitwerk vor, in dem sie Klassiker der englischsprachigen Lyrik vertont hat, Gedichte von Emily Dickinson, Dorothy Parker, W. H. Auden, William Butler Yeats. In diesen geht es um die Unvereinbarkeit von Liebe und Unabhängigkeit, falsche Versprechungen, das Älterwerden, Selbstzweifel und Liebeskummer. Die Texte sollten ursprünglich lediglich als Inspirationshilfe dienen, doch improvisierte Melodien ließen sie Gefallen an Rhythmus und Klang der Werke finden.

Elf vornehmlich stille, akustische Titel entstanden so, eingefasst in ein erfreulich unaufdringliches musikalisches Gewand aus Folk und Blues. Im Vordergrund steht stets ihre raue, tiefe Stimme, doch selten singt sie tatsächlich, eher erzählt sie. Bewusst nimmt sie einigen der Texte ihre Schwere, indem sie entspannt summt und lacht, mit ihnen spielt. Carla Bruni hält mit „No Promises“ auch jene Versprechungen, die sie niemals gemacht hat, und schenkt uns ein wunderbar filigranes Werk voller kleiner Schönheiten.

Anspieltipps:

  • Autumn
  • I went to heaven
  • Ballade at thirty five
  • I felt my life with both my hands
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