Strip Music - Hollywood And Wolfman - Cover
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Strip Music Hollywood And Wolfman


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Was einst als schwedisches Independent-Pop-Trio mit musikalisch geringfügigem Aufwand angedacht war, ist mittlerweile zu einer bombastischen Dark-Wave-Band mit fünf Mitgliedern angewachsen, die auf ihrem zweiten Album „Hollywood & Wolfman“ düstere Synthie-Landschaften malt und sich dabei im Sound der 80er Jahre suhlt.

Mit dem neuen Vertragspartner Drakkar Records schwappen Strip Musics wavige Melodien zwischen BritPop und Gothic zusammen mit Texten über Trauer und Wut, Verzweiflung und Liebe von Skandinavien nun auch rüber nach Deutschland, nachdem das selbstbetitelte Debüt (2004) ohne einen guten Importeur gar nicht zu bekommen war.

Für Fans dunkler Wavesounds ist dies eine gute Nachricht, denn Strip Music (Henric de la Cour – Gesang, Christian Berg – Synthesizer, Fredrik Balck – Drums, Valdemar Asp – Bass und Jens Hellqvist – Synthesizer) nehmen ihre Hörer mit auf eine Reise durch die Nacht, wobei die Dunkelheit auf Dauer keine Chance hat, denn die Schweden sorgen für helle Lichtstrahlen in Form von großen Synthie- und Keyboard-Hymen („Headlights“, „Sugar and lime“, „Bright eyes“, „When the red light district feels like love”), die den Einfluss von Joy Division atmen.

Dennoch wird „Hollywood & Wolfman“ nicht allen Hörern gefallen. Der Grund dafür ist, dass die Lieder von Strip Music größtenteils auf minimalen Einfällen basieren, die mutig auf Songlänge ausgewalzt werden. Deshalb braucht der Hörer für diese Art von Musik auf jeden Fall die Bereitschaft, mit der Band auf fluffigen Soundteppichen zu schwelgen und sich von den schwebenden Klängen wegtragen zu lassen.

Anspieltipps:

  • Lucy
  • Headlights
  • Bright eyes
  • The cat and the city
  • When the red light district feels like love
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