Mortiis - Some Kind Of Heroin - Cover
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Mortiis Some Kind Of Heroin


  • Label: Earache Records
  • Laufzeit: 72 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Bevor es für die norwegische Black-Metal-Legende Mitte der Neunziger mit ihrem Album "In The Nightside Eclipse" so richtig losging, verließ Bassist Mortiis die Band um sich auf elektronische Pfade zu begeben und sein Projekt unter eigener Flagge zu starten. Seitdem hat er einige Alben mit simplen Stampfsongs veröffentlicht, die in der Gothic-Szene allerdings recht gut ankamen. Worin aber der Sinn der neuesten Veröffentlichung liegt, bleibt auch für Fans äußerst schleierhaft. Bei „Some Kind Of Heroin“ handelt sich um ein reines Remix-Album, auf dem mehr oder weniger namhafte internationale Künstler die Songs des letzten Albums „The Grudge“ neu verwursten.

Das klingt jetzt nach Abzocke und ist es eigentlich auch. Über den Sinn und Unsinns eines kompletten Remix-Albums lässt sich sicherlich diskutieren, doch wenn ein Song wie hier der Titeltrack des letzten Langspielers gleich vier (!) Mal auf der Platte steht, dann hört der Spaß doch nun wirklich auf. Das Schlimme: Keiner der vier Mixe erreicht die Qualität eines wahren Tanzflächenfüllers. Die Hauptursache hierfür sinsganz sicher die minderwertigen Songvorlagen von Herrn Mortiis selbst. Ganz ehrlich, wer braucht solche Lieder, wenn es Nine Inch Nails oder Ministry gibt? Zu alledem bleibt „The Grudge“ kein Einzelfall, viele Songs werden zwei- oder mehrfach abgehandelt.

Die Liste der gelungenen Tracks ist kurz. The Kovenant schaffen es gut ihre eigenen Elemente in „Way To Wicked“ einzubinden und so einen veritablen Song daraus zu stricken. Die Dope Stars gehen bei „Decadent & Desperate“ mit am metallischsten vor und können so auch einige Punkte einfahren. Dagegen ist „Broken Skin“ in der Bearbeitung von Funker Vogt mit sieben Minuten einfach zu lang und lässt den Track nahezu ewig erscheinen, wie auch das ganze Album selber. Man ist einfach froh, wenn es irgendwann endlich vorbei ist.

Anspieltipps:

  • Way Too Wicked (Rape, Dope And The American Way Mix by The Kovenant
  • Decadent & Desperate (Therafuck Remix by Dope Stars)
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