1997 - A Better View Of The Rising Moon - Cover
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1997 A Better View Of The Rising Moon


  • Label: Victory Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nein, das Cover verrät nicht die ganze Wahrheit. Denn der vollständige Titel des 1997-Debütalbums lautet „Since My House Burned Down I Now Own… A Better View Of The Rising Moon“. So oder so ein amtlicher Bandwurm, der wiederum von dem etwas absurden Bandnamen „1997” konterkariert wird. Begründet wird dieser mit der einfachen Feststellung, das in jenem Jahr diverse Lieblingsacts des Quartetts aus Chicago – bestehend besteht aus dem Gesangsduo Kerri Mack, die nebenher noch die Keyboards bedient, und Kevin Thomas, sowie Alan Goffinski (Bass), Nick Coleman (Drums) und Caleb Pepp (Gitarre) – ihre besten Alben veröffentlicht haben. Also zum Beispiel Jimmy Eat World, Elliott Smith und The Promise Ring. So einfach ist das.

Relativ einfach wird es auch dem Hörer gemacht, auf den musikalischen Zug der Vier aufzuspringen. Grundvoraussetzung: Man bringt eine Affinität für melodieverliebten Independent-Emo-Rock mit, der tendenziell mehr im Indie-Pop als im Bereich Emocore angesiedelt ist. Denn gebrüllt und geblutet wird bei 1997 wenig bzw. gar nicht. Und auch die E-Gitarre wird selten richtig laut und dominant („Droppin’ dimes“). Dafür wird recht häufig die Akustische herausgeholt („Curse or cure“) und/oder locker-flockig auf der Mundharmonika geblasen („Tennessee song“). Klassische Singer/Songwriter-Einflüsse á la Bob Dylan und Johnny Cash möchte die Band nämlich genauso wenig von der Hand weisen, wie jene aus der Rock-Abteilung. Das ergibt ein gefälliges, von Cameron Webb (Over It, Motörhead, Buckcherry, Zebrahead, Bleed The Dream, Lit) produziertes Indie-Rockalbum, mit dem sich ein paar Stunden prima die Zeit vertreiben lässt.

Anspieltipps:

  • Grace
  • Hey darlin’
  • Lovelikepoetry
  • Droppin’ dimes
  • Enough is enoug
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