John Lee Hooker - Come And See About Me - Cover
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John Lee Hooker Come And See About Me


  • Label: Eagle Vision/EDEL
  • Laufzeit: 127 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Über die Blues-Legende John Lee Hooker ist im Prinzip alles gesagt geworden. Und seit seinem überraschenden Tod vor drei Jahren, werden nun auch, wie üblich, langsam aber sicher die Archive geplündert. Deshalb erscheint nur einen Monat nach der essentiellen Raritäten-CD „Jack O’Diamonds – 1949 Recordings“ eine DVD namens „Come And See About Me – The Definitive DVD“, die John Lee Hookers Ruf als einen der großartigsten Bluesmusiker aller Zeiten in Form einer ausführlichen Live-Retrospektive nachdrücklich belegt. Das Programm der Disc, die in Zusammenarbeit mit seinen Erbverwaltern entstanden ist, umfasst dabei nicht nur legendäre Hooker-Auftritte als Solokünstler sondern auch solche in Verbindung mit vielen seiner Bewunderer.

Darunter befinden sich so ungewöhnliche Aufnahmen, wie das auf einem Bootsanleger gefilmte Duett „Baby please don’t go“ mit Van Morrison, der Hooker auf der Mundharmonika begleitet. Hooker selber stampft sich auf seine unnachahmliche Art in Ekstase, wobei das Holz des Bootsanlegers einen besonders satten Groove abgibt. Die gezeigten Soloauftritte stammen aus den 60er-Jahren , während seine Auftritte in den Achtzigern vornehmlich mit Unterstützung einer Band stattfanden . Dazu gesellen sich mit „Tupelo blues” (1993) und „I need love so bad” (1994) zwei Mitschnitte aus dem letzten Jahrzehnt.

Herzstück der DVD sind allerdings die Kollaborationen mit so großartigen Kollegen wie Eric Clapton, The Rolling Stones, Ry Cooder und Santana. So gibt es eine ultra-coole Version des Klassikers „Crawlin’ kingsnake“ zusammen mit Foghat aus dem Jahr 1978 im typischen 70s-Sound und einen genialen Jam mit Eric Clapton und den Rolling Stones („Boogie chillen’, 1989) zu bestaunen. Aus den früher 90er-Jahren, als John Lee Hooker eine künstlerische Wiedergeburt erlebte, stammen die Zusammenarbeiten mit Bonnie Raitt („I´m in the mood”, 1990), Ry Cooder („Hobo blues”, 1990), Carlos Santana („The healer”, 1990) und John Hammond („Bottle up and go”, 1991). Als Extras erwarten den Käufer eine ausführliche, aber technisch stümperhaft umgesetzte Discographie, einige Interviews mit John Lee Hooker sowie seiner Tochter Zakiya, einen Mitschnitt des Auftritts mit Roy Rogers beim ´92er SEVA Benefiz-Konzert in Berkeley, Kalifornien, wo die beiden den Song „Boogie chillen“ zum Besten gaben und den Audio-Track „Come and see about me“ vom kürzlich veröffentlichten Album „Jack O’Diamonds – 1949 Recordings“.

Die John Lee Hooker Fans kommen also wieder mal auf ihre Kosten, indem sie einen ansehnlichen Einblick in einen 30 Jahre umfassenden Karriereabschnitt des King Of Blues erhalten. Der Sound ist auf gutem bis sehr gutem Niveau, das Bildmaterial dem Alter entsprechend – mehr kann man eigentlich nicht erwarten.

Anspieltipps:

  • The healer
  • Boom boom
  • Boogie chillen’
  • I´m in the mood
  • Crawlin’ kingsnake
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