Judas Priest - Rising In The East - Cover
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Judas Priest Rising In The East


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 110 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Pioniere der NWOBHM zeigen in nicht ganz zwei Stunden, dass sie noch immer zu den großartigsten Bands der Metal-Szene zählen.

Mit Rob Halfords Comeback-Album „Angel Of Retribution“ (Februar 2005) bei seiner alten Band Judas Priest, begab sich die Heavy-Metal-Legende auf eine ausgedehnte Welttournee. Sie spielte das Ozzfest und war in Nordamerika, Japan und Europa unterwegs. Als Beleg dieser triumphalen Wiedervereinigung nach mehr als 12 Jahren Sendepause zwischen Halford und Glenn Tipton (Gitarre), K.K. Downing (Gitarre), Ian Hill (Bass) und Scott Travis (Drums), sollte ursprünglich ein „Re-Unleashed In The East“-betiteltes Album als Andenken an die erste Priest-Live-Platte aus dem Jahr 1979 veröffentlicht werden. Doch dieses Konzept wurde umgeschmissen. Dafür erscheint nun die DVD „Rising In The East“, die ein am 18. Mai 2005 im Budokan Dome in Tokio mitgeschnittenes Konzert enthält.

Die Pioniere der „New Wave of British Heavy Metal“-Bewegung zeigen in nicht ganz zwei Stunden, dass Judas-Priest-Konzerte noch immer zu den großartigsten Bands der Metal-Szene zählen. Mit standesgemäßer XXL-Bühne und einer Lightshow, die den Namen noch verdient, zelebrieren die Engländer 23 Songs aus 35 Karrierejahren (die Urbesetzung kam 1971 in Birmingham zusammen), darunter absolute Klassiker wie „Breaking the law“, „Electric eye“, „The hellion“, „Living after midnight“ und „Metal gods“, aber auch zahlreiche Stücke ihres aktuellen Studioalbums („Judas rising“, „Revolution“, „Worth fighting for“, „Deal with the devil“, „Hellrider“). Dies macht die DVD zu einer idealen Ergänzung von Live-Alben wie „Priest… Live!“ (1986) und „Live In London“ (2001).

Das Ganze findet im Dolby DTS 5.1 Sound statt, auf den die enthusiastischen Fans in der Halle natürlich verzichten mussten. Dennoch zeigt das japanische Publikum wieder mal, was echte Begeisterung bedeutet. Das Bild ist gestochen scharf und die Regie kommt ohne hektische Schnitte und überflüssigen Schnickschnack aus. Nur vereinzelte Splitscreen-Einstellungen fallen aus dem Rahmen. Rob Halford liefert stimmlich eine starke Leistung ab, nachdem er bei einigen Konzerten der 2005er Tour wegen seiner schwachen Darbietungen von der Presse gescholten wurde. Dazu gibt es beim Budokan-Auftritt keinen Grund. Die Herren spielen wie aus einem Guss, Ansagen werden so kurz wie möglich gehalten, und selbst der obligatorische Kult-Auftritt Rob Halfords auf einer schweren Harley Davidson zum Song „Hell bent for leather“ fehlt nicht.

Auch wenn Tim „Ripper“ Owens während seiner Zeit bei Judas Priest gute Leistungen gezeigt hat, ist die Besetzung mit Rob Halford genau das, was die Fans wollen. Der charismatische Glatzkopf hat eine ganz andere Aura, als der immer etwas aggressiv wirkende Ripper. Rob Halford steuert das Metal-Flagschiff dagegen gekonnt durch das Programm, so dass die die 110 Minuten Spielzeit mit einer wunderbaren Mischung aus neuem Material und All-Time-Favoriten wie im Fluge vergeht. Stark!

Anspieltipps:

  • Painkiller
  • The hellion
  • Judas rising
  • I’m a rocker
  • A touch of evil
  • Breaking the law
  • Diamonds & Rust
  • Living after midnight
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