Motörhead - Stage Fright - Cover
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Motörhead Stage Fright


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 245 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„We are Motörhead – and we play Rock ‘N Roll!”.

Wie doch die Zeit vergeht. Eben noch donnerte zum Entsetzen aller Nachbarn die „Boneshaker“-DVD zum 25-jährigen Jubiläum von Motörhead durch den Verstärker, da sind schon wieder 5 Jahre ins Land gegangen und Motörhead stehen mit der nächsten, ähem, Jubiläums-DVD in den Startlöchern. Das Werk zum 30. Geburtstag heißt „Stage Fright“ und toppt den Vorgänger locker. Denn: Motörhead sind dazu da, um uns den Hintern aufzureißen.

„We are Motörhead – and we play Rock ‘N Roll!”. Nach altbekannter Art eröffnete Mr. Kilmister das Set am 7. Dezember 2004 in der Düsseldorfer Philipshalle, mit dem die Band sich und ihre Fans gebührend feierte. Das lauteste Trio der Welt hielt diesen Gig in seiner ersten reinen DVD-Produktion auf opulenteste Art und Weise fest. Verteilt auf zwei Silberlinge mit über vier Stunden Spielzeit erhält das Hardrockgenre so eine echte Referenz-DVD.

Das Konzert wurde mit sage und schreibe 23 High Definition-Kameras unter der Leitung von Regisseur Sven Offen (Papa Roach, Heather Nova, Herbert Grönemeyer, Die Toten Hosen) aufgezeichnet. Eine Garantie für allerbeste Bildqualität. Für das Lichtdesign der Show konnte Gert Hof verpflichtet werden, dessen Arbeiten u.a. für Rammstein berühmt sind. Keine Frage, dass auch der Ton mit hervorragendem Dolby-Digital-5.1-Sound glänzt. Doch das ist noch lange nicht alles. Als Bonus bekommt der Käufer einen interaktiven DVD-Check, bei denen die drei Motörhead-Jungs spannende Kommentare zur vorliegenden DVD abgeben.

Eine zweite DVD gewährt einen nie zuvor da gewesenen Einblick, nicht nur in das Innenleben dieser Band, sondern auch in den Rock-’N-Roll-Zirkus allgemein. Bandchef Lemmy, Gitarrist Phil Campbell und Schlagzeuger Mikkey Dee kommen ebenso zu Wort wie die Roadcrew, die vom Leben auf Tournee berichtet. Man kann den Roadies beim Auf- und Abbau zu sehen, wird Zeuge des Soundchecks, lernt den Koch der Band kennen und begleitet den Tourtross auf Reisen. Dazu gibt es ein „L.A. Special“, bei dem man hinter die Kulissen eines Konzertes blicken kann, wo sich Prominente wie Dave Grohl (Foo Fighters), Philthy Animal Taylor (Ex-Motörhead-Drummer) und Kerry King (Slayer) tummeln, oder in der Catering-Liste nachlesen, dass Lemmy tatsächlich jeden Tag zwei Liter Jack Daniel´s braucht, um auf Touren zu kommen. Dazu gibt es Kommentare der Fans und weitere spezielle Features. Als besonderen Service bietet die zweite Scheibe zudem noch einen DVD-Rom-Part, auf dem Handy-Realtöne (z.B. zu „Life’s a bitch“), verschiedene Wallpaper für PC und Handy, Photos sowie eine umfangreiche Discographie zu finden sind.

Kernstück der Doppel-DVD ist allerdings das Konzert, das Motörhead 2004 in der Düsseldorfer Philipshalle spielten. Ein 20 Songs umfassendes Schauspiel, welches wieder mal belegt, dass die Gruppe zu den authentischsten und charismatischsten Rockformationen der Welt zählt. Angeführt durch Lemmys unbeirrbaren Tatendrang, der unabhängig von Trends und Moden seine eigene Visionen von musikalischer Urwüchsigkeit realisiert, lieferten Motörhead ein gewohnt brachiales Rock-’N-Roll-Statement ab, das neben Klassikern wie „Overkill“, „Ace of spades“, „Killed by death“ und „Iron fist“ auch jede Menge Songs beinhaltet, die von eher unterbewerteten Alben stammen. Von „Ace Of Spades” (1980) kommen „Love me like a reptile” und „Shoot you in the back”. „Dancing on your grave“ und „I got mine“ sind von „Another Perfect Day“ (1983). „Going to Brazil” und „R.A.M.O.N.E.S.” stammen vom 1991 bei Sony erschienenen Meisterwerk „1916“ und das aktuelle Album „Inferno“ (2004) ist mit „Killers“, „In the name of tragedy“ und „Whorehouse blues“ immerhin mit drei Songs vertreten.

Setlist / Anspieltipps:

  • 01. Dr. Rock
  • 02. Stay Clean
  • 03. Shoot You In The Back
  • 04. Love Me Like A Reptile
  • 05. Killers
  • 06. Metropolis
  • 07. Over The Top
  • 08. No Class
  • 09. I Got Mine
  • 10. Tragedy
  • 11. Dancing On Your Grave
  • 12. Ramones
  • 13. Sacrifice
  • 14. Power
  • 15. Brazil
  • 16. Killed By Death
  • 17. Iron Fist
  • 18. Whore House Blues
  • 19. Ace Of Spades
  • 20. Overkill
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