Manowar - Hell On Earth IV - Cover
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Manowar Hell On Earth IV


  • Label: SPV Records
  • Laufzeit: 270 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass die Grenzen zwischen Ironie und Realsatire bei dieser Band ein ums andere Mal etwas verschwimmen und kein Klischee ausgelassen wird, gehört zum Konzept.

„Hell On Earth: Part 4” – anhand der Zahl im Titel lässt sich nicht unbedingt der Sinn dieser DVD erkennen. Denn welche Inhalte sind wirklich übrig geblieben, die noch nicht in dieser oder ähnlicher Form in den Teilen I – III verbraten wurden? Egal. Den Manowar-Fan wird es wohl nicht stören. Erst recht nicht, wenn er die opulente Aufmachung der drei Discs enthaltenden Box sieht. Denn diese ist in der Tat herausragend und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt worden. Allein die vier getrennt zu öffnenden Schächte für die Silberlinge und das Booklet sind ein echter Hingucker.

Die als True-Metal-Band bezeichnete Gruppe tauchte Anfang der 80er Jahre im Heavy-Metal-Zirkus auf. Eric Adams (Vocals), Scott Columbus (Drums), Karl Logan (Gitarre, Keyboards) und Joey DeMaio (Bass, Keyboards) erarbeiteten sich schnell eine treue Fangemeinde, die zwischen 1982 und 1984 mit vier Alben in vier Jahren bedient wurde. Ihren Plattenvertrag unterschrieben die Musiker mit ihrem eigenen Blut, was nicht nur als „Kriegserklärung“ an ihre Kritiker und die konservativ eingestellte Musikindustrie gedacht, sondern auch als Treueschwur für ihre Fans und ihre Musik bestimmt war. Im Jahr 1993 erhielten Manowar einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde als lauteste Band aller Zeiten. Im Jahr 2000 starteten die True-Metaller ihre „Hell On Earth“-Reihe, die sich zu den meistverkauften DVDs im Metal-Bereich entwickeln sollte.

Mit ihrem neunten Studioalbum „Warriors Of The World“ (2002) erklomm die Band neue kommerzielle Stufen. In Deutschland stieg das Album bis auf Platz 2 der Album-Charts, blieb vier Wochen in den Top 20, und war insgesamt 18 Wochen in den Top 100. Auch im übrigen Europa erzielte das Album Top-Platzierungen: #1 in Griechenland, #6 in Österreich, Top 20 in Norwegen, Finnland und Schweden sowie Top 30 in Italien und Spanien. Zudem wurden Manowar in hochrangige TV-Shows eingeladen, spielten bei „Top of the Pops“, „TV total“, Viva, Sat.1 usw. Auf der Popkomm-Gala performte die Band mit einem 30-köpfigen Streichorchester den Track „An american trilogy“. Die „Warriors Of The World“-Tour 2002/2003 führte die Band durch zehn Länder, wo insgesamt 35 Konzerte gespielt wurden, davon allein 15 in Deutschland.

Dies ist auch der Schwerpunkt der vierten „Hell On Earth“-Folge. Doch Obacht! Die Silberlinge enthalten nur ein gutes Dutzend voll ausgespielte Songs, darunter „Kings of metal”, „Warriors of the world united”, „An american trilogy“, „Spirit horse of the Cherokee“, „Swords in the wind“ und „House of Death“. Regie führte abermals Neil Johnson, der mit dem besten verfügbaren Material ausgestattet wurde, um die ganze Kraft und Energie von Manowar einzufangen. Dass die Grenzen zwischen Ironie und Realsatire bei dieser Band ein ums andere Mal etwas verschwimmen und kein Klischee ausgelassen wird (Bier, Groupies und Motorräder…), gehört dabei zum Konzept.

Neben den Live-Stücken im beeindruckenden 5.1. Surround Sound werden dem Fan noch amüsante Backstage-Sequenzen und Ausschnitte aus diversen TV-Auftritten eingestreut (TV Total, Alles Pocher, VIVA Comet). Es gibt Stimmungsbilder von den zahlreichen Auftritten bei Sommerfestivals und kurze Interview-Schnipsel. Die Crew wird vorgestellt und darf den Tour-Alltag schildern. Prominente Fans wie Kai Hansen (Gamma Ray) und Doro Pesch verneigen sich vor den selbst ernannten „Kings Of Metal“ und als ganz besonderes Bonbon gibt es noch eine Bonus-CD mit dem neuen Song „King of kings“, quasi als Vorgeschmack auf das nächste Studioalbum. Dafür wird es nämlich nach drei Jahren höchste Zeit, meine Herren!

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