Ina Deter - Lieder Leben Laut Und Leise - Cover
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Ina Deter Lieder Leben Laut Und Leise


  • Label: SPV Records
  • Laufzeit: 248 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

1947 wurde die deutsche Sängerin Ina Deter in Berlin geboren. 1974 erschien ihre erste Single „Ich habe abgetrieben“, die zur damaligen Zeit einen Skandal bedeutete. 1977 spielte sie ihr Debüt „Ich sollte eigentlich ein Junge werden“ ein und produzierte daraufhin fast jährlich eine neue Platte. 1982 gelang ihr auf dem Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle der Durchbruch mit der Hymne „Neue Männer braucht das Land“. Deutsche Rockmusik gepaart mit selbstgeschriebenen frechen oder emotionalen Texten war und ist von diesem Zeitpunkt an ihr Markenzeichen.

Die Berlinerin veröffentlichte 14 Longplayer und überraschte 2003 mit Edith-Piaf-Liedern, die sie ins Deutsche übersetzte. Ihre wechselhafte Karriere zeichnet sich durch ihre Geradlinigkeit aus, die sich vor allem in ihren intelligenten Texten, die manchmal auch provozieren, äußert. Sie ließ sich nicht von ihrem Weg abbringen und hat sich als rockende Liedermacherin durchgesetzt.

Die vorliegende Doppel-DVD gibt einen guten Querschnitt durch das musikalische Leben von Ina Deter wieder. Die erste DVD lässt die Künstlerin höchstpersönlich ihre Biographie erzählen und hat u.a. rare Videos aus den 70er bis 90er Jahren zu bieten. Außerdem ist die komplette Diskographie zu bewundern, die sich dadurch auszeichnet, dass jeder Song wenigstens für 30 Sekunden anspielbar ist. Dabei werden auch die jetzige Aktivitäten mit ihrer neuen Band – den Compagnons – nicht vergessen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der ruhmreichen Vergangenheit, die wirklich lebendig wird.

Die zweite DVD enthält einen Konzertmitschnitt von 1993, der alle Hits enthält und der zeigt, dass die Rocksängerin nicht nur Gitarre spielen, sondern auch eine sehr gute Liveperformance hinlegen kann. Sie geht stark auf das Publikum ein, wobei schon fast eine vertraute Atmosphäre mit ihren Fans zu entdecken ist. Einziger Kritikpunkt ist die schon erwähnte Erzählform auf der ersten DVD, die zwar authentisch wirkt, da sie die Sängerin selbst abliefert, nur erzeugt das leider manchmal etwas Langeweile, obwohl diese Frau schon viel erlebt hat. Die Tonqualität ist recht ordentlich und nicht nur die Fans dürfen hier zugreifen, um dieses kleine Stück deutscher Musikgeschichte zu besitzen.

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