Till Brönner - A Night In Berlin - Cover
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Till Brönner A Night In Berlin


  • Label: SPV Records
  • Laufzeit: 105 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die ganze Band agiert wie aus einem Guss und groovt sich durch geniale Titel wie „Little sunflower“ und „Ready or not“.

„Die DVD ’Till Brönner - A Night In Berlin’ stellt einen Konzertfilm ohne Publikum dar…“ Was anfänglich ein schlechter Scherz zu sein scheint, wird bei näherer Betrachtung zu einer sinnvollen Angelegenheit. Denn bei dieser Produktion stehen die drei großen „I“ im Vordergrund: Innovation, Interaktion und Improvisation. Aufgezeichnet wurde der 75-minütige Gig an fünf Tagen im April diesen Jahres in den Berliner Teldex Studios im hochwertigen High-End-Format. Sprich: High-Definition-Bildqualität und Dolby Digital 5.1 Ton. Regie führte der Grimme-Preisträger Volker Weicker. Begleitet wurde der 34jährige Jazz-Star von Roberto Di Gioia (Piano, Keyboards), Roland Peil (Percussions), Bruno Müller (Gitarre), Christian von Kaphengst (Bass), David Haynes (Drums), Samon Kawamura (Turntables), Kim Sanders und Lan Nonneman (Backgroundvocals), Dana Anka und Rebecca Thürmer (Violine), Daniela Crisan (Viola) und Phoebe Scott (Cello).

Brönner wurde 1971 in Viersen geboren und stammt aus einer Musikerfamilie. Er entdeckte als 13-Jähriger über Louis Armstrong und Charlie Parker den Bebop. Nach einer wohlbehüteten Kindheit absolvierte er eine klassische Ausbildung und studierte anschließend Jazztrompete an der Kölner Musikhochschule. Nach nur drei Semestern debütierte er als Bandleader mit „Generations Of Jazz“. Seinen internationalen Durchbruch schaffte er mit dem Album „Midnight“. Große Aufmerksamkeit bekam er auch für „Chattin With Chet“. Inzwischen hat Brönner zehn Alben veröffentlich und spielt in der internationalen Oberliga des Jazz mit.

„A Night In Berlin“ ist Brönners erste DVD. Sie enthält neben dem Konzertmitschnitt einen 30-minütigen Bonus-Film („A Day In Berlin“), eine Fotogalerie sowie eine ausführliche Discographie. Begleitet und in Bildern festgehalten wurde der Auftritt im Teldex Studio von dem international renommierten Star-Fotografen Jim Rakete. Die Aufnahmen fanden ganz bewusst ohne Publikum statt, um dem DVD-Käufer das Gefühl eines ganz privaten Konzertes zu vermitteln. Dadurch spielten alle Musiker nur für sich, eingefangen durch ein ganz besonderes Zusammenspiel von Licht und Kameratechnik.

Die ganze Band agiert wie aus einem Guss und groovt sich durch geniale Titel wie „Little sunflower“ und „Ready or not“. Diese Spielfreude überträgt sich auch auf den Zuseher, der sich schon nach kurzer Zeit mit den ungewöhnlichen Rahmenbedingungen anfreundet und die Musiker bei einem intimen Konzert beobachten darf. Fazit: „A Night In Berlin“ – ein interessantes Experiment, das voll aufgegangen ist.

Anspieltipps:

· Ready or not
· Clax’s theme
· Little sunflower

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