Sodom - Lords Of Depravity Part I - Cover
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Sodom Lords Of Depravity Part I


  • Label: Stramhammer/SPV
  • Laufzeit: 315 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
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Die frühen Jahre der Band werden bis ins kleinste Detail dokumentiert.

Mit Bands wie Kreator, Destruction, Tankard, Holy Moses, Assassin und Sodom blühte die Heavy-Metal-Szene in den frühen 80er Jahren richtig auf. Immer härtere Kapellen betraten die Bildfläche. Die jugendlichen Hörer stürzten sich begeistert auf diese Gruppen und schon bald wurden T-Shirts von Iron Maiden und AC/DC durch Motive von Venom, Metallica aber auch Kreator und Sodom abgelöst. Letztere gehörten zur Speerspitze der deutschen Thrash-Metal-Bewegung und lieferten die lautesten und brutalsten Riffgewitter ab, die der Markt zu bieten hatte.

Sodom kommen 1983 in Gelsenkirchen zusammen. Bandchef ist ein gewisser Tom Angelripper (Gesang, Bass). Am Schlagzeug sitzt Chris Witchhunter, ergänzt um Agressor an der Gitarre. Zusammen nimmt das Trio zwei Demos auf, ehe es nach Vertragsunterzeichnung bei SPV an die Produktion der ersten Mini-Studioscheibe „In The Sign Of Evil“ geht. Kurz vorher kommt es zur ersten Umbesetzung bei Sodom. Agressor geht und Grave Violator übernimmt die Axt. In den nächsten Jahren wird sich die Bandbesetzung mehrmals ändern. Allein sechs Gitarristen werden in den ersten zehn Jahren verbraucht. Nur Angelripper bleibt und hält die Zügel fest in der Hand.

Ende der 80er Jahre gelingt Sodom der kommerzielle Durchbruch. Mit dem Produzenten Harris Johns (Voivod, Kreator, Helloween) spielt die Band das Album „Agent Orange“ ein, das bis auf Platz 36 der Media Control Charts kommt. Damit ist Sodom die erste Thrash-Metal-Combo in den LP-Charts. Die Single „Ausgebombt“ wird zum Dauerbrenner unter den Metal-Fans. Drei Wochen, bevor Sodom auf die ausverkaufte „Agent Orange“-Tour gehen wollen, steigt Gitarrist Frank Blackfire aus und wechselt zu den Konkurrenten von Kreator. Doch die Fans bleiben den Ruhrpottlern treu und sorgen für Verkaufszahlen von weit über einer Million Platten.

Die ganze Geschichte der Band Sodom erzählt nun die just erschienene Doppel-DVD „Lords Of Depravity Part 1“. Bis ins kleinste Detail werden die Jahre 1982 bis 1995 dokumentiert und in spannenden drei Stunden (!) zusammengefasst. Dabei gibt es jede Menge ungesehene Privatfilme, Backstageaufnahmen, „Behind The Scenes“-Material, Live-Ausschnitte, seltene Fotos, Interviews mit allen aktuellen und ehemaligen Bandmitgliedern, Pressevertretern des Metal Hammer und Rock Hard, Produzent Harris Johns, SPV-Boss Manfred Schütz sowie lieben Kollegen und Freunden wie Bela B. (Die Ärzte), Mille (Kreator), Chris Barnes (Six Feet Under) und vielen mehr.

Nach der dreistündigen Doku erwarten einen noch mal über zwei Stunden Musik auf der DVD Nummer zwei. Darunter befinden sich Mixclips („Napalm in the morning“, „Stalinhagel“), Videoclips („Ausgebombt“, „Silence is consent“, „Die stumme Ursel“), diverse Live-Auftritte, z.B. beim With Full Force Festival („Remember the fallen“) dem Wacken Open Air („Code red“, Agent Orange“), dem Rock Hard Festival („M 16“) und bei einem Gig in Sofia („Outbreak of evil“, „Nuclear winter“, „Sodomized“, „Eat me“). Mehr geht wirklich nicht. „Lords Of Depravity Part 1“ ist ein echter Dienst am Fan.

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