Muse - Absolution Tour - Cover
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Muse Absolution Tour


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 97 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Zur Promotion ihres dritten Albums „Absolution“ begab sich die Gruppe auf eine 18-monatige Tour rund um die Welt.

Matthew Bellamy (Vocals, Gitarre, Piano), Chris Wolstenholme (Bass) und Dominic Howard (Drums) alias Muse haben sich mit nur drei Studioalben zwischen 1999 und 2003 zu einer weltweit verehrten Rockband hochgearbeitet. In ihren Songs stecken große Emotionen, poetische Kraft und wütende Energie. Damit besetzen Muse eine Nische im Rock-Biz, die das Trio aus Devon einzigartig macht.

Zur Promotion ihres dritten Albums „Absolution“ begab sich die Gruppe auf eine 18-monatige Tour rund um die Welt. 1,4 Millionen Menschen haben die Briten in dieser Zeit gesehen und gehört. Davon berichtet nun die Live-DVD „Absolution Tour“, deren Herzstück der Auftritt beim 2005er Glastonbury Festival ist. Vor 50.000 Zuschauern gaben Muse einen einstündigen nächtlichen Gig, der hier im vollen Umfang vertreten ist. Als Bonus gesellen sich noch vier 2004er Live-Songs aus Los Angeles („Fury“), Cincinatti/San Diego („The groove in the states“) und London („The small print“, „Stockholm syndrome“) dazu. Das ergibt zusammen gut 100 Minuten Musik, die die Wartezeit auf das vierte Studioalbum, das im Mai 2006 erscheinen soll, auf angenehme Weise verkürzt.

Auf der DVD befinden sich insgesamt 16 Tracks aus den Alben „Showbiz“ (1999), „Origin Of Symmetry“ (2001) und „Absolution“ (2003). Allerdings nicht im inzwischen obligatorischen Surround Sound, sondern in herkömmlicher Stereo-Abmischung. Das mag auf den ersten Blick enttäuschen, doch die Band macht dieses kleine Manko mit einem magischen Auftritt in Glastonbury wieder wett. Die düster-theatralischen Songs wirken in der nächtlichen Atmosphäre noch umwerfender als auf CD. Zusammen mit dem enthusiastischen Festival-Publikum und der manischen Lightshow, vor der extra gewarnt wird („This DVD contains flashing images and regular patterns which may affect viewers with photosensitive epilepsy“), bietet „Absolution Tour“ ein kurzes, aber knackiges Rockspektakel der besonderen Art.

Ein Dutzend Songs und Glastonbury lag Muse zu Füßen. Wirklich erstaunlich, welche Wirkung dieses Trio erzielt. Denn die Zuhörer hängen Matthew Bellamy an den Lippen und singen jede Zeile mit, während die Rhythmusfraktion für ordentlich Druck sorgt. Dabei sind die Lieder trotz ihrer Komplexität nie zu anstrengend oder zu verkopft. Daran lässt sich die große Kunstfertigkeit des Trios erkennen.

Fazit: Nur die magere Ausstattung (lediglich Stereo Ton; und selbst die Hülle kommt im altmodischen Klarsicht-Design früher DVD-Veröffentlichungen der 90er Jahre daher) ist etwas eigenartig. Ansonsten kommen alle Muse-Fans auf ihre Kosten.

Anspieltipps:

  • Hysteria
  • Muscle museum
  • Sing for absolution
  • Butterflies and hurricanes
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