Annihilator - Ten Years In Hell - Cover
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Annihilator Ten Years In Hell


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 224 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Ten years in hell“ ist ausschließlich an die Fans gerichtet und etwas anderes gaukelt diese Doppel-DVD einem auch nicht vor.

Wirft man einen Blick auf die bisherigen Besetzungen, die Annihilator die Jahre hindurch hatte, stellt sich einem unweigerlich die Frage wie diese Band aufgrund dieses Umstandes noch existieren kann, an dem viele andere Gruppen mittlerweile zerbrochen wären. Ganze fünf Sänger und Bassisten, sechs Gitarristen und unglaubliche neun Schlagzeuger spielten innerhalb von 20 Jahren in einer Annihilator-Aufstellung. Der Schlüssel, der für den Zusammenhalt sorgt, liegt bei Gitarrist Jeff Waters, einziges Mitglied, das seit der Gründung 1984 dabei ist und es aller Voraussicht nach noch länger bleiben wird. Die restlichen Mitstreiter im derzeitigen Lineup sind Dave Padden (Gesang, seit 2003), Curran Murphy (Gitarre, seit 2001), Sandor de Bretan (Bass, seit 2004) und Tony Chappelle (Schlagzeug, seit 2005), deren gemeinsame letzte Thrash-Ausgeburt den Namen „Schizo deluxe“ erhielt.

Für all die treuen Fans erscheint mit „Ten years in hell“ eine Doppel-DVD, die sich auf Seite 1 der Zeit ab dem ersten Album „Alice in hell“ aus dem Jahre 1989 widmet und den Bogen bis zum 1996er Opus „Refresh the demon“ spannt. Darauf sind Videos der wichtigsten Tracks wie „Alison hell“, „Stonewall“, „Set the world on fire“, „King of the kill“, „21“, „Only be lonely“, „Syn. Kill 1” und “Ultraparanoia” sowie TV- und Live-Auftritte, Aufzeichnungen von Fans und einige Blödeleien (im Kapitel „Oh Canada“ kann begutachtet werden wie am besten ein Pin der kanadischen Flagge auf der Stirn festgemacht wird) enthalten.

Aufgrund des Alters mancher Mitschnitte leidet das Bild und der Sound darunter, wird aber mit zunehmendem Jahrgang besser. Bei den Videos gibt es am Klang allerdings nichts auszusetzen, der fegt sowohl in „Alison Hell“ als auch bei „Syn. Kill 1“, wenn auch nur in PCM Stereo, druckvoll aus den Boxen.

Die zweite Seite beschäftigt sich fast ausschließlich mit Jeff Waters, der in einem eineinhalbstündigem Interview über die Zeit vor Annihilator, die Entstehung der Band, die einzelnen Alben und diverse Mitglieder spricht, untermalt ist das Ganze selbstredend durch Songs von Annihilator. Abschließend kommen noch der ehemalige Gitarrist Neil Goldberg und Schlagzeuger Mike Mangini zu Wort. „Ten years in hell“ ist ausschließlich an die Fans gerichtet und etwas anderes gaukelt diese Doppel-DVD einem auch nicht vor. Die, die sich gerade angesprochen fühlten, wissen was sie zu tun haben!

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