Wu-Tang Clan - Legend Of The Wu-Tang: The Videos - Cover
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Wu-Tang Clan Legend Of The Wu-Tang: The Videos


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 110 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Wu-Tang Clan startete 1994 mit seiner Eroberung der weltweiten HipHop-Szene. Mit harten Beats, starken Souleinflüssen und perfekten Rapeinlagen setzten sie Maßstäbe. Eine Versammlung von Einzelstars könnte man meinen, aber im Grunde knüpften die Bandmitglieder wie RZA alias Robert Diggs oder Method Man alias Clifford Smith erst nach den großen Erfolgen der Gruppe fast nahtlos mit genauso erfolgreichen Soloalben an. Die systematische Vermarktung von Einzelstars und der Gruppe erreichten eine neue Qualitätsschwelle und damit verbunden natürlich eine starke Kommerzialisierung. Im Jahre 2006 ist die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen, denn in der ursprünglichen Zusammensetzung wird es WTC nicht mehr geben. Das liegt nicht zuletzt am 2004 an einer Überdosis Drogen verstorbenen Ol' Dirty Bastard alias Russell Jones.

Für das Jahr 2006 ist aber eine neue Tournee mit einigen „Wu-Tang Clan“-Mitgliedern geplant. Zum festen Kreis des Wu-Tang Clans gehören auch noch Ghostface Killah alias Dennis Coles, U-God alias Lamont Hawkins, GZA alias Gary Grice, Raekwon alias Corey Woods, und Masta Killah alias Elgin Woods. Der Wu-Tang Clan hat sich aber nie als feste Gruppe verstanden, sondern als Clan. Daher wechselten die Gastmusiker sehr oft und die Bandmitglieder starteten immer wieder Soloprojekte oder hatten Gastauftritte bei anderen Bands. Filmmusik gehörte auch zum Repertoire: Jim Jarmuschs „Ghost Dog“ wurde von RZA, der auch schauspielerte, und Konsorten mit den nötigen Beats versorgt. Auch bei Tarantinos „Kill Bill“ steuerte der umtriebige RZA seinen Beitrag Marke Wu-Tang Clan bei.

Ihre Affinität zu Kung-Fu-Filmen und asiatischer Mythologie belegen diese Engagements, der Name Wu-Tang stammt von der chinesischen Bergregion Wudang, die den Ursprung einer besonderen asiatischen Kampfkunst bilden soll. Diese „Greatest Hits“ Videosammlung zeigt einen Querschnitt durch das Schaffen dieser so unterschiedlichen Mannschaft von HipHop-Experten. Die frühen Werke sind recht eindimensionale Videos der Marke „Brennende Mülltonne trifft Kapuzen-Rapper“. Die späten Hits wie „Gravel pit“ überzeugen durch originellere Regieeinfälle und Abwechselungsreichtum. Die 14 Videos enthalten HipHop-Musik von einer durchgängig hohen Qualität, denn ihre unkomplizierten derben Beats harmonieren gut mit den Rap-Parts.

Für Fans ist das ein Pflichtkauf und für die Musikhistoriker, die sehen möchten, wie eine der erfolgreichsten Gruppen der 90er Jahre im Musikgeschäft aussieht und sich anhört, ist die Videosammlung empfehlenswert. Einzig die Extras lassen keine höhere Wertung zu, denn eine zwanzigminütige Interviewsektion und ein Livemitschnitt von 1994 plus zwei zusätzliche Videos können nicht als üppig bezeichnet werden.

Anspieltipps:

  • Protect ya neck (The jump off)
  • Gravel Pit
  • Careful
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