LaFee - Secret Live - Cover
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LaFee Secret Live


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 96 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die 15jährige Christina Klein alias LaFee entwickelte sich im vergangenen halben Jahr zum absoluten Senkrechtstarter der deutschen Musikszene. Für ihren Traum von einer Musikkarriere schmiss sie die Schule, was nicht gerade Vorbildcharakter genießt, sich aber Stand heute voll und ganz ausgezahlt hat. Mit vier relativ erfolgreichen Singles und einem Gold-dekorierten Nummer-1-Album, von dem es mittlerweile drei unterschiedliche Versionen gibt, hat die Sängerin in kürzester Zeit zu den nationalen Top-Sellern aufgeschlossen.

Was jetzt noch in der Sammlung fehlt, ist die obligatorische DVD, mit der die Fans vier Wochen vor Weihnachten belohnt werden. Bei dem Silberling handelt es sich um den Mitschnitt eines sogenannten Geheimkonzerts, für das es keine Karten zu kaufen gab. Tickets konnten die Fans ausschließlich über das Jugendmagazin Bravo gewinnen, das sage und schreibe 25.000 (!) Zusendungen erhielt. Tatsächlich fasst der Aufzeichnungsort, das Düsseldorfer Stahlwerk, lediglich 500 Menschen, die LaFee am 23. September 2006 einen enthusiastischen Empfang bereiteten.

Zwei Dinge machten diesen Gig zu einer ungewissen Angelegenheit: Zum einen war es das aller erste Live-Konzert der 15-Jährigen, zum anderen war LaFee am Tag der Aufzeichnung erkältet und nicht sicher, ob ihre Stimme halten würde. Doch die Sorgen war völlig umsonst. LaFee legte einen professionellen Auftritt hin, bei dem lediglich ihre Ausdruckstänze etwas unbeholfen wirkten. Ihre Band spielte druckvoll und punktgenau wie ein Uhrwerk, während Lafees Stimme glasklar und absolut fehlerlos rüberkam. Und genau da liegt in der Tat etwas der Hase im Pfeffer.

Natürlich fehlt den allermeisten Käufern der „Secret Live“-DVD der Vergleich zum realen Konzert, sodass nur vage spekuliert werden kann. Auffällig ist aber nun mal, dass LaFees Gesang in den 60 Konzertminuten dermaßen perfekt ist, als hätten wir es mit nachbehandelten Studioaufnahmen zu tun. Dazu passt auch, dass Bild und Ton nicht immer synchron sind und der hektische Schnitt des Regisseurs ein genaues Hinschauen erschwert. Vorsichtig formuliert: Für eine perfektes Produkt wurde hier wohl etwas nachgeholfen. Doch sei’s drum. Andere machen das auch und den Fans wird es wurscht sein. Sie werden sich über die 12 stark intonierten Lieder und das kleine Bisschen Bonusmaterial (Fotogalerie, Making Ofs) freuen. Und bei der am 9.Dezember beginnenden LaFee-Mini-Tournee hören wir alle noch mal ganz genau hin.

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