Eurythmics - PeaceTour - Cover
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Eurythmics PeaceTour


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 150 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

1999 tourten die legendären Eurythmics noch mal, um die Umweltorganisation Greenpeace und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International finanziell zu unterstützen, denn sämtliche Einnahmen, der in ihrer Heimat Großbritannien durchgeführten Auftritte, gingen an diese Institutionen. Die Idee, ihr 1999 erschienenes Album „Peace“ zur karitativen Zwecken zu verwenden, fanden Annie Lennox und Dave Stewart so gut, dass sie auch mit nötigen Begeisterung agieren.

In den gut 60 Minuten Extras werden beide nicht müde, den Sinn der Veranstaltung zu betonen. Neben den Interviews, Bildern und Songtexten wird auch gezeigt wie hinter den Kulissen akustische Songs vorbereitet und gesungen werden. In hervorragender akustischer und visueller Qualität beweisen Mastermind Stewart dann 90 Minuten lang, dass er nicht nur seine Gitarre beherrscht und Annie Lennox hervorragend singen kann, sondern sie beamen ihre Songs aus den 80er Jahren musikalisch ins das zweite Jahrtausend. Früher klangen die keyboardgeprägten Tracks kühl und absichtlich künstlich. Annie Lennox versprühte mit ihrem androgynen Aussehen diese Art von Charme. Bei diesem Konzert ist das aber ganz anders. Viele Songs werden nur von Stewarts Akustikgitarre und Annie Lennox’ Stimme vorgetragen, so dass auffällt, dass sich erstaunlich viele intime Lovesongs aneinander reihen und diese viel Gefühl statt Künstlichkeit transportieren. Die gute Live-Band mit sehr gutem Backgroundchor unterstützt Gitarrist Stewart und Ausnahmesängerin Lennox vorzüglich.

Das Konzert fand in der Londoner Docklands Arena statt und durch die offensichtliche musikalische Spielfreude des so erfolgreichen Duos geht das Publikum hörbar gut mit. Im Gegensatz zu vielen Kolleginnen agiert Annie Lennox sympathischerweise gar nicht perfektionistisch, sondern eher schwitzend und recht ungelenk tanzend, was die Konzentration auf die guten Songs erleichtert. Die Musik und der gute Zweck steht im Vordergrund und die nötige Bühnenpräsenz erreicht eine Sängerin vom Schlage Lennox durch ihre einzigartige Stimme und nicht mit Kostümwechseln. Ihre Solokarriere lief bis zur selbstgewählten Auszeiten durch die Geburt ihrer Töchter sehr gut und mit „Why“ und „Walking on broken glass“ präsentiert die mittlerweile 53-Jährige stolz ihre Songs bei diesem Gig. Sie fügen sich nahtlos in den Eurythmics-Kosmos ein, denn es finden sich unter den 21 Tracks Pop-Perlen in Serie, die jede musikalische Mode durch ihre Qualität überleben werden.

Die Anschaffung dieser DVD ist Pflicht, da erstens solch ein Konzert mangels Zeit der Beteiligten selten oder gar nicht mehr stattfinden wird und zweitens die Musik es absolut wert ist, live gesehen und gehört zu werden.

Anspieltipps:

  • Who's that girl
  • The miracle of love
  • Waking of broken glass
  • Sisters are doin' it for themselves
  • I saved the world today
  • Sisters are doin' it for themselves
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