(hed) p.e. - Back 2 Base X - Cover
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(hed) p.e. Back 2 Base X


  • Label: Suburnban Noize
  • Laufzeit: 43 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Qualitativ ist eine ziemliche Achterbahnfahrt und nicht dazu geeignet, neue Fans dazuzugewinnen.

Als wäre die Zeit vor 12 Jahren stehen geblieben, als Rap-Metal der heißeste Scheiß war, kehren (hed) p.e. aus dem kalifornischen Huntington Beach mit ihrem fünften Album „Back 2 Base X“ zurück auf die Bildfläche, von der sie ziemlich lange verschwunden waren. Zumindest hat von den letzten Veröffentlichungen der 1994 gegründeten Band nur ein sehr kleiner Fankreis etwas mitbekommen. Folgerichtig erschien das neue Werk im Juni 2006 „nur noch“ auf dem Indie-Label Suburban Noize Records, auf dem so klangvolle Namen wie Judge D, Last Laugh, One Session und Phunk Junkeez beheimat sind.

Fast vier Monate nach dem US-Release erscheint „Back 2 Base X“ nun auch bei uns im Soulfood-Vertrieb. Von der alten Besetzung ist inzwischen nur noch Sänger Jared (alias Jerred Shaine) übriggeblieben. Doch mit einem frischen Musikanten-Team an Bord, rührt er auch auf dieser Platte einen abgedrehten Crossover-Mix aus Nu-Metal, HipHop/Rap, G-Funk, Dub/Reggae/Ska und Punkrock an. Das Problem: Wie bei einer Indie-Produktion zu befürchten war, schreckt das Album durch einen pappigen Sound ab, was besonders bei der Kombination von Metal und HipHop fatal ist, brauchen doch beide Genres eine wuchtige Produktion und keinen Homerecordingsound. Dass leider auch viele der 13 Songs mehr schlecht als recht sind, ist dagegen ärgerlich und schade.

Dabei gibt sich Jared alle Mühe und haut alles in den Topf, was er finden konnte. Dub-, Reggae- und Ska-Einflüsse („Sophia“, „The chosen one“), ganz tief aus dem Keller wummernde Old-School-HipHop-Beats („Daze of war“) und schrotenden Nu-Thrash-Rap-Rock mit Death Growls und Emo-Gekeife („Novus ordos clitorus”). Dazu gibt es einen hysterischen Funk-Rap, als würden die Suicidal Tendencies mit Snoop Dogg gekreuzt werden („So it be“) und ein paar gescheiterte Versuche, politische Aussagen in den Songs unterzuringen („White collars“).

Qualitativ ist dies eine ziemliche Achterbahnfahrt und nicht dazu geeignet, neue Fans dazuzugewinnen. Na ja, und Texte wie „Hold my dick for a minute, while I’m breakin’ it down” und „We don’t givafuk“, das genauso blöd gesungen, wie es geschrieben wird, sind halt einfach nur albern. Aber was soll’s. We don’t give a Fuck too!

Anspieltipps:

  • Sweetchops
  • White collars
  • Beware do we go
  • Novus ordos clitorus
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