Seven Witches - Deadly Sins - Cover
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Seven Witches Deadly Sins


  • Label: Locomotive Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Gäbe es einen Preis für die meisten Line-Up-Wechsel, Seven Witches wären ganz heiße Anwärter auf ihn. Die einstige Konstante in der Geschichte der amerikanischen Metalband stellt Gründer und Gitarrist Jack Frost dar, sonst hat es kaum jemand länger als ein Album lang mit ihm ausgehalten. Laut offizieller Internetseite gibt es zurzeit nicht einmal einen festen Drummer, die Spuren für das neue Album hat offensichtlich ein Herr namens „Troll“ eingetrommelt. Immerhin, der aktuelle Sänger Alan Tecchio (Ex-Hades) war auch schon beim letzten, im Übrigen ziemlich lahmen Werk „Amped“ mit an Bord.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat sich Jack Frost diesmal an ein Konzeptalbum herangewagt. Als Aufhänger musste der gute alte Mahatma Gandhi herhalten, dessen Name ja musikalisch schon in einem unsäglichen Fastnachtslied beschmutzt wurde. Immerhin wird auf „Deadly Sins“ ein wenig respektvoller mit dem Leben des indischen Freiheitskämpfers umgegangen. Die Texte drehen sich um die sieben namensgebenden Sünden, die Gandhi als das schlimmste Übel der Menschheit ansah. Diesem doch relativ frischen Konzept gegenüber stehen traditionelle Metalsongs, wie sie angestaubter nicht sein könnten.

Routiniert werden die üblichen Elemente des amerikanischen Power Metal abgespult. Galoppel-Riffs, mehrstimmige Solos und der Hodenkneif-Gesang von Tecchio, das alles ist nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht gut. Dem ganzen scheint irgendwie die Seele zu fehlen. Vielleicht liegt es an dem unbeständigen Line-Up, vielleicht steckt Jack Frost auch zu viel Zeit in seine schätzungsweise 373 anderen Projekte, lustlose Songs wie „Deadly Sins“ oder „Pleasure“ reißen auf jeden Fall nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hin. Die besten Songs des Albums sind die Gröhl-Hymne „Worship“ und das endlich mit einem anständigen Groove ausgestattete „Knowledge“. Die restlichen Tracks sind so durchschnittlich, dass man sie während dem Hören schon wieder vergessen hat. Interessante Texte allein machen eben noch lange kein gutes Album.

Anspieltipps:

  • Worship
  • Knowledge
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