Alison Moyet - The Turn - Cover
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Alison Moyet The Turn


  • Label: W14 Music/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Turn“ ist kein großer Wurf, aber ein würdevolles Werk für eine neu ausgerichtete Karriere.

Genevieve Alison Jane Moyet gehörte in den 80er Jahren zu den großen Diven der britischen Popmusik. Sie gründete zusammen mit dem Ex-Depeche-Mode-Mitglied Dave Clarke das Synthie-Pop-Duo Yazoo, das in der kurzen Zeit seines Bestehens (1981-1983) zwei Alben und fünf Singles auf den Markt brachte, die sich allesamt prächtig verkauften. Dennoch war nach drei Jahren Schluss mit Yazoo und die Wege von Alison Moyet und Dave Clarke trennten sich.

Alison startete im Alter von 23 Jahren ihre Solokarriere, die mit dem 1984er Album „Alf“ und Singles wie „All cried out“ und „For you only“ den Erfolg von Yazoo nahtlos fortsetzte. Auch das Zweitwerk „Raindancing“ (1987) chartete europaweit auf ansehnlichen Positionen. Danach geriet die Karriere von Alison Moyet etwas ins Stocken. In den 90er Jahren erschienen nur zwei Studioalben, die sich nicht besonders gut verkauften. Erst 2002 kehrte die Sängerin mit „Hometime“ zurück und bringt seitdem regelmäßig neue Alben heraus.

„The Turn“ ist Alison Moyets achtes Studioalbum. Es zeigt die 46jährige Engländerin als anspruchsvolle Balladensängerin, die seichter Pop/Discomusik abgeschworen hat. Als gelegentliche Schauspielerin singt sie inzwischen viel lieber aufwändig arrangierte Songs, die sie z.B. zusammen mit ihrem musikalischen Weggefährten Peter Glenister für das Theaterstück „Smaller“ geschrieben hat. Ihre markante Soulstimme ist dabei wie geschaffen für melodramatisches, auch mal etwas skurriles Liedmaterial, das schon fast chansonartige Züge annimmt („Home“).

Sämtliche Songs kommen getragen, sehr erwachsen und frei von hektischen Rhythmen daher. Die Grundstimmung des Albums ist herbstlich und damit geradezu ideal für einen Veröffentlichungszeitpunkt wie diesen. Mit „The Turn“ lässt es sich zurücklehnen und genießen, vielleicht auch aufgrund einer gewissen Unauffälligkeit des Liedmaterials. Unterm Strich ist „The Turn“ kein großer Wurf, aber ein würdevolles Werk für die neu ausgerichtete Karriere eines ehemaligen Pop-Sternchens der 80er Jahre.

Anspieltipps:

  • Home
  • One more time
  • It’s not the thing Henry
  • The sharpest corner (Hollow)
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