Jackson Analogue - And, Then Nothing - Cover
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Jackson Analogue And, Then Nothing


  • Label: Groove Attack
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Erst hatten sie ihn, dann wollten sie ihn ganz schnell wieder loswerden. Klappte aber nicht, weshalb sich die Veröffentlichung von „And, Then Nothing“ bis jetzt hingezogen hat. Gemeint ist natürlich der oft so sagenumwobene Majorvertrag, den die Band Jackson Analogue von der englischen Isle Of Wight bei Island Records (Universal) unterschrieben hatte. Nachdem sich auch bei Island das Personalkarussell schneller dreht als ein Windrad an der südenglischen Küste, war das Quintett um die Brüder Jim und Rob Homes sehr schnell mit seiner Situation unzufrieden und kämpfte um die Auflösung des über fünf Alben geschlossenen Vertrages.

Wie man sieht und hört, hat das Universal Sublabel die Engländer nach zwei Singles und einigem Hin und Her ziehen lassen. Diese starteten darauf ihr eigenes Label I Hear Voices, auf dem sie nun ihren von 60er- und 70er Jahre Hardrock und Blues geprägten Sound verbreiten. Auf dieser Retro-Schiene fahren inzwischen eine ganze Menge Bands. Doch was vor Jahren noch einen regelrechten Hype auslöste, ist schon längst wieder auf ein gesundes Maß zurückgeschrumpft und all die nervtötenden Trittbrettfahrerkapellen haben entweder das zeitliche gesegnet oder ihre Plattenverträge verloren. Wie immer im Leben, überleben nur die Starken. Nie mehr zweite Liga! Auswärtssieg!

Tja, und jetzt kommen mit reichlich Verspätung fünf Burschen aus dem UK daher und präsentieren uns eine Mischung aus The Coral und Kings Of Leon, was auch nichts anderes als einen neuen Retro-Rock-Aufguss darstellt, der sich phasenweise ganz schön fies und mächtig aufdringlich gestaltet. Das liegt an den alles plattwalzenden Orgel- und Gitarrenriffs, als hätten Deep Purple und Jimi Hendrix ein Album eingespielt – nur dass der Spaß weit weniger originell klingt, als alle bisher genannten Vergleiche.

Noch viel schlimmer ist der testosterongeschwängerte Aufritt des Jackson-Analogue-Sängers, der selbst den röhrenden Nickelback-Hirsch Chad Kroeger in den Schatten stellt. Nein, das muss man anno 2007 nicht mehr unbedingt haben. Dafür ist „And, Then Nothing“ am Ende zu durchschnittlich und weit weniger zwingend, als es die Band und ihr neuer Vertriebspartner gerne hätten.

Anspieltipps:

  • Disco
  • Come on
  • Concrete hands
  • Moody man left
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