House And Parish - One, One-Thousand - Cover
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House And Parish One, One-Thousand


  • Label: Arctic Rodeo Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

House & Parish heißt diese neue Band, die aus recht erfahrenen Independentmusikern besteht. Im Brooklyner Studio von Songwriter Ian Love, der hier als Co-Produzent auftritt, entstand der vorliegende Longplayer, der aber mit 33 Minuten Länge eher eine EP mit zwei Bonustiteln darstellt, wobei ein Song nur ein Remix eines bereits enthaltenen Tracks darstellt. Das junge Hamburger Label Arctic Rodeo Recordings freut sich immer, wenn Ian Love wieder sein Studio und seine Erfahrung zur Verfügung stellt, um eine neue CD ambitionierter Indie-Musik aus den USA ins kalte Deutschland zu bringen.

Jason Gwenikow an der Gitarre und als Produzent, Sänger John Herguth (auch Gitarre), Bassist Scott Winegard und Drummer Brian Malone stellen das endgültige Line-Up dieser Combo aus Brooklyn. Der Opener „Pristine Fields“ rockt – ohne den Emoanteil zu vernachlässigen – schnörkellos los und geht als ein Oasis-Verschnitt mit eigener Note und qualitativ guter Einstieg durch. „Summer Programme“ beginnt ganz sanft und schüchtern, der Ian Love Einfluss ist unverkennbar, denn mit klanglichen Effekten und schrägen Gitarreneinsätzen wird nicht gespart, diesen Track muss man mehrmals hören, um alle Töne aufnehmen zu können.

Das Konzept von „Standardesque“ scheint dann aber die Produktion von ziemlichem Geräuschsalat zu sein, bis auf die einfache Melodie bekommt der Song viele klangtechnisch störende Töne verpasst, die den Hörgenuss trüben und erschweren. Das Titelstück und die erste Singleauskoppelung „One, One-Thousand“ fällt dadurch auf, dass es ungewöhnlicherweise ein Instrumentaltrack ist und durch ihre absolute musikalische Unauffälligkeit keinesfalls hervorsticht. Soll das etwa Meditationsmusik sein? Mit „What am I still waiting for“ finden die vier Musiker wieder auf den etwas eingängigeren gemäßigten Folk-Rockpfad zurück, der durch harmonischen Gesang und schöne Melodie positiv auffällt. Die beiden Bonus Tracks bleiben auch in dieser Musikrichtung und haben neben Radiotauglichkeit eine solide Struktur, die zwar nicht herausragend klingt, aber auch nicht als durchschnittlich bezeichnet werden kann.

Richtig hörenswert sind House and Parish dann, wenn sie mit sanftem Rock feine Melodien verbreiten, denn die etwas abgedrehten Tracks zu Anfang klingen nicht innovativ, sondern zerstören das harmonische Klangbild. Diese Formation wird nächstes Jahr einen richtigen Longplayer veröffentlichen, ein wenig Arbeit wartet da noch auf die Vier, das musikalische Talent besitzen sie aber schon.

Anspieltipps:

  • Pristine Fields
  • Summer Programme
  • What Am I Still Waiting For
  • Palace Envy

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